Auf dem Territorium von Belarus, in der Region Mahiljou, wurde auf dem Gelände der verlassenen Luftwaffenbasis Krytschew-6 die Stationierung des russischen Raketenkomplexes „Oreschnik“ festgestellt. Dies meldet die oppositionelle Gemeinschaft der Eisenbahner Belarus‘, die Daten zu militärischen Transporten analysiert hat.
Militärzug aus der Region Wolgograd
Laut den Ermittlungen traf Ende Dezember 2025 ein großer militärischer Zug im Gebiet der ehemaligen Luftwaffenbasis ein. Der Abgang erfolgte vom Bahnhof Kapustin Jar in der Region Wolgograd der Russischen Föderation – dem Standort des Testgeländes, von dem zuvor Raketenstarts des Typs „Oreschnik“ gegen das Territorium der Ukraine durchgeführt wurden.
Absender des Zuges war das 4. Staatliche Zentrale Interdienstliche Testgelände der Russischen Föderation, Empfänger das Amt für Militärische Nachrichten der Streitkräfte Belarus‘. Der Zug bestand aus 54 Flachwagen und sieben gedeckten Güterwagen. Auf den Flachwagen wurde militärische Technik transportiert, in den gedeckten Wagen Ausrüstung und Munition.
Die Technik verbleibt vor Ort
Stand Mai 2026 befindet sich die Technik weiterhin am Objekt. Es wurde keine Rücksendung registriert. Der militärische Kontingent verbleibt auf dem Territorium der Luftwaffenbasis, was den langfristigen Charakter der Stationierung bestätigt.
Satellitenbilder und Aufklärungsdaten
Ende Dezember 2025 berichtete die Agentur Reuters, gestützt auf die Analyse von Satellitenbildern, ebenfalls über die Stationierung des Komplexes „Oreschnik“ auf der Basis Krytschew-6. Laut Aufklärungsdaten begannen die Bauarbeiten am Objekt zwischen dem 4. und 12. August desselben Jahres.
Geschichte des Einsatzes des Komplexes
Zuvor führten die Besatzer einen Raketenangriff vom Typ „Oreschnik“ gegen den Rajon Bila Zerkwa in der Oblast Kiew durch – der Start erfolgte vom Testgelände Kapustin Jar. Später wurde bekannt, dass russische Truppen während des massiven Angriffs am 24. Mai zwei neueste ballistische Raketen vom Typ „Oreschnik“ starteten, wobei eine davon möglicherweise ausfiel und in der besetzten Oblast Donezk abstürzte.
Die Stationierung solcher Waffensysteme auf dem Territorium von Belarus, insbesondere in der Nähe der Grenzen zur Ukraine, löst bei internationalen Beobachtern und Sicherheitsexperten ernste Besorgnis aus. Die Situation erfordert weitere Überwachung und Analyse durch unabhängige Quellen.