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title: "Zweite «Rasswet»-Satellitengruppe erreicht nicht die Betriebsbahn: ISW dokumentiert das Scheitern des russischen Starlink-Analogons"
description: "ISW und der Tracker N2YO dokumentieren: Keiner der 16 Satelliten der zweiten «Rasswet»-Gruppe, die am 19. Juli gestartet wurde, hat die Betriebsbahn erreicht. Moskau ist nicht bereit für das Ausrollungstempo eines Starlink-Analogons."
date: 2026-09-01T06:28:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/rasswet-zweite-satellitengruppe-scheitern-isw
tags: [rassvet-satellites, starlink, bureau-1440, russia-ukraine, space-launch, military-communications]
publisher: "XAB.info"
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# Zweite «Rasswet»-Satellitengruppe erreicht nicht die Betriebsbahn: ISW dokumentiert das Scheitern des russischen Starlink-Analogons

![Rassvet-Kommunikationssatellit auf Erdumlaufbahn — russisches Starlink-Analog, das die Arbeitsbahn nicht erreichte](https://xab.info/media/2026/09/01/rassvet-vtoraya-partiya-sputnikov-proval-isw/rassvet-vtoraya-partiya-sputnikov-proval-isw-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Die zweite Gruppe von 16 «Rasswet»-Satelliten (Start 19. Juli 2026) hat bis zum 31. August die Betriebshöhe nicht erreicht; die meisten Geräte befinden sich auf 300–400 km, zwei von ihnen gehen nach den Angaben in den Wiedereintritt in die Atmosphäre.
- Von der ersten Gruppe (24. März 2026) erreichten 12 von 16 Geräten 550 km; sie ermöglichen den Truppen zweimal täglich bis zu 1,5 Stunden Verbindung über der Ukraine.
- In der Quelle ist eine Diskrepanz der Zielbahn zu erkennen: 550 km gegenüber 870 km — das genaue Profil der zweiten Gruppe ist nicht bestätigt.
- Ukrainische Angriffe auf «Progress» (15. August) und Plesetsk (23. August) bedrohen die Herstellung und den Start der Trägersatelliten; für eine rund um die Uhr verfügbare Verbindung sind 200–300 Satelliten nötig, das Projekt ist importabhängig und verfügt nicht über eigene strahlungsbeständige Chips.

Laut einem Bericht des Instituts für Kriegsstudien (ISW), auf den RBC-Ukraine verweist, hat die zweite Gruppe von 16 Satelliten der russischen Konstellation «Rasswet», die am 19. Juli 2026 in den Orbit gebracht wurden, die geplante Betriebshöhe nie erreicht. Der Satellitentracker N2YO erfasst, dass bis zum 31. August keines der Geräte die Marke von 550 Kilometern überschritten hat, während sich die meisten Satelliten auf einer Höhe von 300 bis 400 Kilometern befanden. Einige Geräte verlieren bereits ihre Umlaufbahn, und mindestens zwei von ihnen befinden sich nach vorliegenden Informationen auf dem Weg zum Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Zum Vergleich: Von der ersten Gruppe, die am 24. März 2026 gestartet wurde, erreichten 12 von 16 Geräten die erforderliche Höhe, und bis Ende August hielten sie sich weiterhin auf der Marke von 550 km.

### Widersprüchliche Daten

Im Originalmaterial ist eine Diskrepanz bei den Angaben zur Zielbahn zu erkennen. Einerseits wird die Betriebshöhe, auf die die Satelliten ausfahren und die die erste Gruppe aufrechterhält, mit 550 Kilometern angegeben. Andererseits heißt es in derselben Beschreibung der zweiten Gruppe, dass 300–400 km «deutlich unter den geplanten 870 Kilometern» lägen. Beide Werte werden im selben Bericht genannt, und keiner von ihnen wurde durch eine unabhängige öffentliche Erklärung des Entwicklers bestätigt. Somit bleibt das genaue Zielbahnprofil der zweiten Gruppe unklar: Entweder liegt im Text ein Fehler vor, oder für verschiedene Gruppen/Untersysteme waren unterschiedliche Höhen vorgesehen. Bis zu einer Klärung ist diesen Zahlen mit Vorsicht zu begegnen.

### Was das für die Truppen an der Front bedeutet

Die wesentliche Folge der niedrigen Position der Satelliten ist die Verkürzung ihrer Nutzungsdauer. Je niedriger ein Gerät fliegt, desto stärker bremst die obere Atmosphäre es ab, desto schneller werden Treibstoff und Ressourcen für den Bahnerhalt verbraucht. Gleichwohl stellt die bereits bestehende Gruppe aus 12 funktionsfähigen Geräten der ersten Gruppe eine reale Bedrohung dar: Sie ermöglicht es den russischen Truppen, zweimal täglich über dem Gebiet der Ukraine bis zu eineinhalb Stunden lang Kontakt mit Bodenstationen zu halten. Selbst in so kurzen Zeitfenstern erlaubt die Verbindung eine präzisere Lenkung ferngesteuerter Drohnen. Gerade der Verlust des Starlink-Zugangs am 1. Februar 2026 habe Moskau nach Einschätzung von Analysten zu einer beschleunigten Ausrollung des eigenen Systems «Rasswet» veranlasst.

### Schläge gegen die Startinfrastruktur

Das Scheitern der zweiten Gruppe fiel mit einer Serie ukrainischer Angriffe auf die Infrastruktur zusammen, von der die Starts der Geräte abhängen. In der Nacht zum 15. August wurden Objekte des Raketenzentrums «Progress» angegriffen, das Trägersatelliten vom Typ «Sojus» herstellt. Am 23. August unternahm der Ukraine einen Versuch, den Kosmodrom Plesetsk anzugreifen — zwei Tage bevor von dort eine «Sojus-2.1b»-Rakete mit dem GLONASS-K1-Satelliten startete. Genau von Plesetsk aus hatte Russland beide «Rasswet»-Gruppen gestartet, daher bedrohen die Angriffe auf diesen Knotenpunkt nicht nur die Herstellung der Trägersatelliten, sondern auch die Möglichkeit selbst, neue Geräte in den Orbit zu bringen.

### Ambitionierte Pläne und reale Grenzen

Der Entwickler des Systems — das Luft- und Raumfahrtunternehmen «Büro 1440» — hatte Pläne verkündet, noch «Dutzende» Starts durchzuführen und «Hunderte» neue Geräte hinzuzufügen. Nach Plan sollte die Konstellation bis Ende 2026 auf 156 Geräte und bis 2030 auf 292 Satelliten wachsen. Für eine stabile rund um die Uhr verfügbare Verbindung über der Ukraine werden nach Schätzungen jedoch 200 bis 300 betriebsfähige Satelliten benötigt, und dieses Ziel wird Moskau in der kurzen Zeit kaum erreichen können. Die Hauptursache ist der Mangel an Trägersatelliten vor dem Hintergrund der Angriffe auf Produktions- und Startobjekte. Die Projektkosten werden auf etwa 6,1 Milliarden Dollar geschätzt; hinter dem «Büro 1440» stehen die Ressourcen des großen Konzerns X Holding und, Berichten zufolge, Verbindungen zu den russischen Geheimdiensten.

### Abhängigkeit von Importen und fehlende eigene Chips

Forscher hatten zuvor auf die kritische Abhängigkeit des Projekts von importierten Komponenten hingewiesen. Im Jahr 2025 gab das «Büro 1440» fast 68 Millionen Dollar für ausländische Einkäufe aus, ein erheblicher Teil der Lieferungen kam aus China. Eigene strahlungsbeständige Mikrochips gibt es in Russland nach wie vor nicht: Die ausgerufenen Ausschreibungen für ihre Entwicklung erhielten keinen einzigen Antrag. Die Gesamtheit dieser Faktoren — das Scheitern der zweiten Gruppe, die Angriffe auf die Trägersatelliten und die technologische Abhängigkeit — deutet darauf hin, dass in absehbarer Zeit weitere Verzögerungen beim Aufbau der «Rasswet»-Konstellation zu erwarten sind.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Russisches Starlink-Analogon gescheitert. ISW berichtet über das Schicksal der «Rasswet»-Satelliten](https://www.rbc.ua/ukr/news/rosiyskiy-analog-starlink-provalivsya-isw-1788243865.html) - Первичный источник нарратива: даты запусков (19.07, 24.03), данные N2YO по высотам, удары по «Прогрессу» и Плесецку, стоимость проекта, планы по числу аппаратов. Содержит нестыжку 550/870 км.
- [«Das ist keine Kopie von Starlink, sondern die nächste Stufe». Russland hat die ersten «Rasswet»-Satelliten in den Orbit gebracht](https://www.gazeta.ru/tech/2026/03/24/22689013.shtml) - Контекст запуска первой партии (24.03.2026) и позиция российской стороны о статусе проекта.
- [Russland hat die ersten Kommunikationssatelliten «Rasswet» in den Orbit gebracht — Bloomberg nannte sie potenziell ...](https://www.business-gazeta.ru/news/697931) - Контекст запуска первой партии (24.03.2026) и позиция российской стороны о статусе проекта.
- [Russland bereitet den Start der zweiten Satellitengruppe vor, die als Starlink-Analoge bezeichnet werden, – Medien](https://www.unian.net/war/sputniki-rassvet-rossiya-gotovit-k-zapusku-vtoruyu-partiyu-svoih-analogov-starlink-13437354.html) - Контекст подготовки и запуска второй партии спутников.

## ❓ FAQ

### Q: Wie viele Satelliten der zweiten «Rasswet»-Gruppe haben die Betriebsbahn erreicht?
**A:** Laut dem im ISW-Bericht zitierten Tracker N2YO hat bis zum 31. August 2026 keines der 16 Geräte der zweiten Gruppe die geplante Betriebshöhe erreicht; die meisten befanden sich auf 300–400 km, und mindestens zwei von ihnen sind auf dem Weg zum Wiedereintritt in die Atmosphäre.

### Q: Wodurch unterscheidet sich die Betriebshöhe von 550 km von den genannten 870 km?
**A:** Im Text des Berichts ist eine Diskrepanz zu erkennen: Die Betriebshöhe der ersten Gruppe wird mit 550 km angegeben, während 300–400 km für die zweite Gruppe als «unter den geplanten 870 km» bezeichnet werden. Das genaue Zielbahnprofil der zweiten Gruppe ist öffentlich nicht bestätigt, daher wird diesen Zahlen mit Vorsicht begegnet.

### Q: Welche Verbindung haben die russischen Truppen von der ersten «Rasswet»-Gruppe?
**A:** 12 funktionsfähige Geräte der ersten Gruppe ermöglichen zweimal täglich bis zu eineinhalb Stunden Verbindung mit Bodenstationen über dem Gebiet der Ukraine, was ausreicht, um ferngesteuerte Drohnen präziser zu lenken.

### Q: Wie viele Satelliten sind für eine rund um die Uhr verfügbare Verbindung nötig und was fehlt?
**A:** Nach Schätzung werden 200 bis 300 betriebsfähige Satelliten benötigt. Die Einschränkungen sind der Mangel an Trägersatelliten nach den Angriffen auf «Progress» und Plesetsk, die Abhängigkeit von importierten Komponenten und das Fehlen eigener strahlungsbeständiger Mikrochips.