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title: "Deutsches Y-Combinator-Startup Ratlog verspricht 90 % weniger Raketentriebwerksteile bei Falcon-9-Leistung"
description: "Das deutsche Startup Ratlog, Teil der Y-Combinator-Herbstkohorte, hat ein Projekt für eine schwere Trägerrakete vorgestellt, bei dem die Triebwerksteile um 90 % reduziert werden und das Falcon-9-Leistungsniveaus erreicht."
date: 2026-10-18T10:39:15.665Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/ratlog-y-combinator-90-prozent-triebwerksteile
tags: [ratlog, y-combinator, rocket, space-launch, falcon-9, german-startup, aerospace]
author: "Alexander Buran"
publisher: "XAB.info"
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# Deutsches Y-Combinator-Startup Ratlog verspricht 90 % weniger Raketentriebwerksteile bei Falcon-9-Leistung

![Raketentriebwerkstest des Startups Ratlog mit kraftvollen Flammen bei Nacht](https://xab.info/media/2026/10/18/ratlog-y-combinator-90-chastei-detelei-dvigatelya/ratlog-y-combinator-90-chastei-detelei-dvigatelya-1.webp)

## Kernpunkte

- Ratlog plant, die Raketentriebwerksteile um 90 % zu reduzieren und gleichzeitig die Leistung auf Falcon-9-Niveau zu halten
- Das Startup schaffte den Weg von einem staatlichen Zuschuss von 30.000 Euro zu Y Combinator in fünf Monaten
- Heißtests sind für November 2026 angesetzt, der YC Demo Day findet im Dezember statt
- Die Gründer positionieren Ratlog als „günstigere und erschwinglichere Ariane 6“ für den europäischen Markt
- Mögliche Startplätze werden im Oman und in den VAE geprüft

Im Rahmen der Herbst-Kohorte von Y Combinator hat das deutsche Startup Ratlog, gegründet von Absolventen der Technischen Universität Dresden, ein Projekt für eine schwere Trägerrakete vorgestellt, das sich nach Angaben des Teams grundlegend von den Ansätzen der modernen Raumfahrtindustrie unterscheidet. Der Hauptansatz des Unternehmens ist die radikale Vereinfachung des Raketentriebwerksdesigns: Die Anzahl der Teile soll um 90 % reduziert werden. „Es gibt Unternehmen, die anderen Treibstoff verwenden oder einen Tank aus einem anderen Material bauen, aber das sind alles inkrementelle Schritte. Wir sind die Einzigen, die etwas wirklich anderes machen“, sagte Ratlog-CEO und Mitgründer Charlie Weise bei der Projektpräsentation.

### Zielparameter und architektonische Lösungen

Die Ratlog-Rakete zielt darauf ab, eine Leistung zu erreichen, die mit der Falcon 9 von SpaceX vergleichbar ist — an genau diese Parameter haben sich Kunden von Orbitalstarts bereits gewöhnt. Gleichzeitig wird die Nutzlastverkleidung der Rakete den Angaben des Startups zufolge voraussichtlich breiter sein als beim US-amerikanischen Pendant, was die Möglichkeiten zur Unterbringung von Nutzlasten erweitern könnte. Die Gründer betonen, dass ihr Ansatz nicht auf den Austausch von Treibstoff oder Tankmaterial beschränkt ist, sondern die Philosophie des Triebwerksdesigns selbst berührt. Ihrer Einschätzung nach kann dies die Kosten und die Produktionszeit von Antriebssystemen für Raumfahrzeuge erheblich senken.

### Chronologie: Vom Zuschuss zu Y Combinator in fünf Monaten

Das Ratlog-Team zeigt ein hohes Entwicklungstempo. Der erste Zuschuss in Höhe von 30.000 Euro von der deutschen Regierung wurde im April 2026 erhalten. Bereits Anfang September fand ein Testlauf des Triebwerks Prototypen statt, und wenige Wochen später wurde das Startup in die Y-Combinator-Herbstkohorte aufgenommen. Zum Vergleich: Das 2018 gegründete israelische Unternehmen Isar Aerospace führte den Erststart seiner deutlich kleineren Rakete erst 2025 durch. Damit hat Ratlog innerhalb weniger Monate den Weg von der staatlichen Förderung bis zur Teilnahme an einem der bekanntesten Technologie-Beschleuniger der Welt zurückgelegt.

### Nächste Schritte und kommerzielle Vereinbarungen

Im November 2026 plant Ratlog Heißtests des Triebwerks durchzuführen und im Dezember die Ergebnisse beim Y Combinator Demo Day zu präsentieren. Nach Angaben des Startups hat das Unternehmen bereits Vorvereinbarungen mit Betreibern von Orbital-Rechenzentren und Besitzern von Satellitenkonstellationen getroffen, was auf eine potenzielle kommerzielle Nachfrage nach Startdienstleistungen hinweist. Die Gründer positionieren Ratlog als europäische Alternative und erklären ihre Absicht, eine „günstigere und erschwinglichere Ariane 6“ zu werden — die Flaggschiff-Schwerlastrakete der Europäischen Weltraumorganisation.

### Startplätze und strategische Positionierung

Als mögliche Startplätze zieht Ratlog die Gebiete des Oman und der Vereinigten Arabischen Emirate in Betracht. Die Wahl dieser Standorte ist wahrscheinlich auf die geografische Lage, die klimatischen Bedingungen und die Verfügbarkeit von Raumfahrtinfrastruktur im Nahen Osten zurückzuführen. Sollte sich der angekündigte Ansatz zur Vereinfachung des Triebwerksdesigns bei Tests bestätigen, könnte dies den Weg für eine deutliche Erhöhung der Startfrequenz und eine Senkung der Kosten für die Beförderung von Nutzlasten in die Umlaufbahn ebnen, was besonders angesichts der wachsenden Nachfrage nach Orbital-Rechenzentren und großen Satellitenkonstellationen relevant ist.

## Faktencheck und Quellen

- [Стартап из Y Combinator решил убрать 90% деталей из ракетного двигателя и сохранить характеристики Falcon 9](https://www.ixbt.com/news/2026/10/18/startap-iz-y-combinator-resil-ubrat-90-detalei-iz-raketnogo-dvigatelia-i-soxranit-xarakteristiki-falcon-9.html) - Primärquelle: Der Artikel von XAB.info basiert auf einer Veröffentlichung von ixbt.com vom 18.10.2026. Alle Fakten (Unternehmensname, CEO-Name, Zuschussbetrag, Testdaten, Zielmerkmale) stimmen mit dem Quelltext überein. Technische Aussagen über die Reduzierung von Teilen um 90 % sind Erklärungen des Unternehmens selbst und wurden nicht durch unabhängige Tests verifiziert.

## Häufige Fragen

### Was ist Ratlog und wie unterscheidet es sich von anderen Raketen-Startups?

Ratlog ist ein deutsches Startup, gegründet von Absolventen der Technischen Universität Dresden, das im Rahmen der Y-Combinator-Herbstkohorte ein Projekt für eine schwere Trägerrakete vorgestellt hat. Das Unternehmen beansprucht eine Reduzierung der Raketentriebwerksteile um 90 % im Vergleich zu herkömmlichen Konstruktionen, wobei die Zielparameter mit der Falcon 9 vergleichbar sind.

### Wann sind die Triebwerkstests von Ratlog geplant?

Heißtests des Triebwerks sind für November 2026 geplant. Die Ergebnisse will das Unternehmen im Dezember 2026 beim Y Combinator Demo Day präsentieren. Der Prototyp wurde bereits Anfang September 2026 getestet.

### Welche Startplätze zieht Ratlog in Betracht?

Das Startup zieht die Gebiete des Oman und der Vereinigten Arabischen Emirate als mögliche Startplätze in Betracht.

### Hat Ratlog kommerzielle Aufträge?

Nach Angaben des Unternehmens liegen Vorvereinbarungen mit Betreibern von Orbital-Rechenzentren und Eigentümern von Satellitenkonstellationen vor. Die Gründer positionieren Ratlog als „günstigere und erschwinglichere Ariane 6“ für den europäischen Markt.