In Kiew und der Oblast Kiew wurde am 3. Juli eine deutliche Verschlechterung der Luftqualität beobachtet. Die Stadt ist von Dunst umhüllt, und die Bewohner klagen über einen unangenehmen Geruch nach Verbranntem. Experten haben bereits die Gründe für das Geschehen genannt und eine Prognose für die nahe Zukunft abgegeben.

Doppelter Schlag: Brände und Beschuss

Laut dem Meteorologen des Ukrainischen Hydrometeorologischen Zentrums, Iwan Semylit, in einem Kommentar für RBC-Ukraine, hat sich die Rauchsituation durch eine Kombination von zwei Faktoren ergeben. Zum einen gehen in den natürlichen Ökosystemen der Region weiterhin Brände. Zum anderen gelangen Verbrennungsprodukte nach feindlichen Beschussaktionen in die Atmosphäre.

«Derzeit beobachten wir eine Verschlechterung der Luftqualität in Kiew und der gesamten Region», stellte der Experte fest. Nach seinen Worten hat das Problem einen großen Umfang und betrifft nicht nur die Hauptstadt, sondern auch die angrenzenden Gebiete.

Prognose: Regen wird helfen, die Luft zu reinigen

Obwohl die Situation angespannt bleibt, schließen die Meteorologen eine baldige Besserung nicht aus. Es wird erwartet, dass ein atmosphärischer Front auf das Gebiet der Oblast Kiew und die Stadt Kiew einzieht. Laut den Prognosen der Spezialisten werden in der zweiten Tageshälfte mäßige Regenfälle einsetzen.

«Diese werden dazu beitragen, die Situation zu verbessern, indem sie die in der Luft schwebenden Stoffe auswaschen», erklärte ein Vertreter des UkrGMZ. Die natürliche Reinigung der Atmosphäre sollte die Konzentration der Schadstoffpartikel senken.

Strahlungswerte im Normbereich

Unter den Bedingungen der Rauchentwicklung wird dem Strahlungshintergrund besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Stand 9:00 Uhr am 3. Juli haben die Spezialisten festgestellt, dass das Strahlungsniveau in der Hauptstadt und der Region im Normbereich bleibt.

«Das ist die Situation, die wir derzeit beobachten. Und das ist vorerst alle Informationen, die wir über die Verschmutzung haben und die wir bereitstellen können», fasste Iwan Semylit zusammen.

Die Geschichte wiederholt sich

Die Bewohner Kiws waren Ende Juni bereits mit ähnlichen Problemen konfrontiert. Damals hingen die massiven Beschwerden über Rauch und den Geruch nach Verbranntem mit großflächigen Waldbränden in der Tschernobyl-Zone zusammen. Die Situation wird derzeit durch zusätzliche Faktoren im Zusammenhang mit den Militäroperationen verschärft.