Der Kreml hat offiziell den Erhalt eines offenen Schreibens des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bestätigt, das an den russischen Staatschef Wladimir Putin gerichtet ist. Dies teilte Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Staatspräsidenten, auf Fragen von Journalisten mit.

Position des Kremls: Fehlen von Kommunikationskanälen

Bezüglich des Eingangs des Schreibens betonte ein Vertreter der Präsidentschaftsadministration Russlands, dass derzeit keine offiziellen diplomatischen Kommunikationskanäle zwischen Russland und der Ukraine bestehen. Diese Erklärung erfolgte unmittelbar nachdem bekannt wurde, was der ukrainische Staatschef in seinem Schreiben vorschlug.

Inhalt des Angebots Kiews

Der Text des Schreibens wurde am Abend des 4. Juni auf der Website des Präsidentenamtes der Ukraine veröffentlicht. In seinem Aufruf schlug Selenskyj Wladimir Putin ein persönliches Treffen auf dem Gebiet eines Drittlandes vor. Als Hauptziel dieses Gesprächs nannte der ukrainische Staatsführer die Diskussion über Wege zur Erreichung eines langfristigen Friedens.

Als Schritte zur Deeskalation des Konflikts unterbreitete Kiew konkrete Vorschläge:

  • Die Ukraine ist bereit, einen Waffenstillstand für die Dauer der Verhandlungen auszurufen;
  • Kiew wird einen Austausch von Kriegsgefangenen nach dem Prinzip „alle gegen alle“ initiieren.

Laut dem ukrainischen Präsidenten könnte die Umsetzung dieser Punkte ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Beendigung des Krieges sein.

Reaktion der USA

Die Ereignisse rund um Selenskys Schreiben kommentierte der US-Präsident Donald Trump. Er erklärte, dass er die Tatsache der Diskussion eines potenziellen Treffens der Konfliktparteien positiv bewertet. Trump fügte hinzu, dass die Vereinigten Staaten erhebliche Anstrengungen unternommen haben, um die notwendigen Voraussetzungen für die Wiederaufnahme eines solchen Dialogs zu schaffen.