Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha kommentierte den massiven Drohnenangriff auf Moskau am Morgen des 18. Juni. In einer Mitteilung im sozialen Netzwerk X verknüpfte er die Ereignisse in der russischen Hauptstadt direkt mit dem Beginn der vollen Aggression gegen die Ukraine.
Antwort auf die Frage „Was passiert hier?”
Dem Diplomaten zufolge ist eine der häufigsten Fragen, die die Einwohner Moskaus in diesen Minuten stellen: „Was passiert hier?”. Sybiha bot seine Antwort auf diese Frage an und verwies auf den historischen Kontext des Konflikts.
„Ich kann antworten. Ihr Land hat einen aggressiven Krieg gegen unser Land begonnen. Seit vielen Jahren tötet es unsere Menschen', erklärte der Minister.
Nachdem die Moskauer die Ursache des Geschehens erfahren hatten, riet Sybiha ihnen, dem russischen Führer Wladimir Putin die Frage zu stellen: Wann plant er, diesem Konflikt ein Ende zu setzen?
Verlauf der Ereignisse in Moskau
Am 18. Juni wurde die russische Hauptstadt einem massiven Angriff von unbemannten Fluggeräten ausgesetzt. In verschiedenen Stadtteilen waren Explosionen zu hören, und es brachen Brände aus. Die Medien richteten besondere Aufmerksamkeit auf den Vorfall im Stadtteil Kapotnja, wo eine Drohne eine Ölraffinerie traf. Infolge des Treffers gerieten mindestens zwei Kraftstofftanks in Brand.
Die Lage in der Stadt war kritisch: Dichter Rauch lag über Moskau, und die russischen Behörden berichteten von der Aktivität der Luftabwehrsysteme. Aufgrund der Gefahr neuer Angriffe wurden in den Moskauer Flughäfen vorübergehend Flugbeschränkungen eingeführt.
Wirtschaftliche Folgen und die Position Kiews
Der massive Drohnenangriff auf Moskau löste eine sofortige Reaktion an den russischen Finanzmärkten aus. Der Börsenindex reagierte mit einem steilen Absturz. Die größten Verluste erlitten die Aktien großer Energieunternehmen: „Gasprom', „Rosneft' und „Lukoil' verloren erheblich an Wert.
Gleichzeitig erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Notwendigkeit einer baldigen Beendigung der Kampfhandlungen. Er betonte, dass die Ukraine weiterhin bereit ist, Frieden zu schließen und einen Waffenstillstand zu vereinbaren.