Russische Jobbörsen und HR-Plattformen erhalten das offizielle Recht, verifizierte Bewerberinformationen direkt über das Portal Gosuslugi (Staatliche Dienste) anzufordern. Ein entsprechender Erlass der Regierung der Russischen Föderation wurde bereits auf dem offiziellen Portal für rechtliche Informationen veröffentlicht und führt einen neuen Mechanismus für die digitale Interaktion zwischen staatlichen Informationssystemen und kommerziellen HR-Diensten ein.

Neue Möglichkeiten zur Bewerberverifizierung

Laut dem unterzeichneten Dokument können große Marktteilnehmer wie HeadHunter und andere spezialisierte Plattformen automatisiert Daten aus den elektronischen Arbeitsbüchern der Nutzer abrufen. Diese Maßnahme soll den Erstellungsprozess von Lebensläufen erheblich vereinfachen und Arbeitgeber von der Notwendigkeit entlasten, die Echtheit der von Bewerbern angegebenen Berufserfahrung manuell zu überprüfen.

Neben den Beschäftigungsdaten ermöglicht die Integration Recruiting-Websites, bestätigte Informationen über die Ausbildung von Bewerbern, Qualifikationszertifikate und Führerscheindaten von Gosuslugi abzurufen. Dies macht den Prozess des Vorauswahl-Screenings von Lebensläufen zuverlässiger und sicherer gegen mögliche Fälschungen durch unseriöse Kandidaten.

Schutz personenbezogener Daten und freiwillige Einwilligung

Eine Hauptvoraussetzung für die Umsetzung des neuen Regierungserlasses ist strenge Vertraulichkeit und die zwingende Einholung einer digitalen Einwilligung des Bürgers selbst. Alle personenbezogenen Daten und Angaben aus dem Arbeitsbuch werden ausschließlich dann an Recruiting-Plattformen übermittelt, wenn der Bewerber seine Zustimmung zur Verarbeitung und Bereitstellung dieser Informationen bestätigt hat.

Trotz der allgemeinen Transparenz der Neuerung gibt es in der Fachwelt und unter Juristen Diskussionen über die Sicherheit der Speicherung und Übertragung so sensibler Daten an kommerzielle Unternehmen. Während Entwickler und Plattformvertreter die Zuverlässigkeit von Schutzprotokollen und Verschlüsselung betonen, weisen unabhängige IT-Sicherheitsexperten auf potenzielle Leckrisiken bei der großflächigen Integration staatlicher Datenbanken mit externen kommerziellen APIs hin.