Das Verteidigungsministerium der Ukraine hat bestätigt, dass bis Ende des laufenden Jahres die schrittweise Entlassung aus dem Dienst für einen Teil der Soldaten beginnen wird. Es geht um jene Verteidiger, die seit Beginn der vollen Invasion Russlands unter Kampfbedingungen stehen.
Hauptpriorität — Gerechtigkeit
Wie vom Ministerium mitgeteilt wurde, ist eine der Hauptfragen der Armee-Reform die Sicherstellung von Gerechtigkeit für diejenigen, die von den ersten Tagen des Konflikts an Kampfaufgaben erfüllen und die meiste Zeit an den Positionen verbringen. Genau für diese Kategorie von Militärangehörigen soll der Demobilisierungsprozess eingeleitet werden.
„Für sie beginnen wir bis Ende des Jahres mit der schrittweisen Entlassung aus dem Dienst“, betonte das ukrainische Verteidigungsministerium.
Kontext der Reform
Schon vor einem Monat kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine umfassende Reform der Streitkräfte an. Zu den geplanten Änderungen gehören:
- Gehaltserhöhungen für Militärangehörige;
- Einführung neuer Vertragsarten;
- deutliche Erhöhung der Zahlungen für Infanteristen;
- schrittweise Entlassung aus dem Dienst für einen Teil der Verteidiger.
Position des Generalstabs
Der Chef des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine, Andrij Hnatow, kommentierte zuvor die Möglichkeit der Demobilisierung. Er stellte fest, dass eine Massenentlassung aus dem Dienst in dieser Phase unmöglich ist. Die Demobilisierung wird ausschließlich für diejenigen in Betracht gezogen, die ununterbrochen seit Beginn der Invasion an Kampfhandlungen teilnehmen.
Details vom Staatsoberhaupt
Nähere Details zur neuen Armee-Reform erläuterte Wolodymyr Selenskyj am 12. Juni. Die Informationen wurden in seinem Telegram-Kanal veröffentlicht und durch Videomaterial des Verteidigungsministeriums bestätigt.