In der ukrainischen Armee entbrennt ein schwerwiegender Skandal, der die Disziplin und die Dienstbedingungen in einer Eliteeinheit betrifft. Das Kommando der Landstreitkräfte hat offiziell die Einleitung einer Untersuchung zu Gerüchten bezüglich des Regiments „Skelya' bekannt gegeben. Auslöser für diese Reaktion waren Medienberichte über mögliche Fälle von Folter, Gewalt und nicht-kampfbedingten Verlusten unter dem Personal.
Offizielle Position des Kommandos
Vertreter der Landstreitkräfte betonten in ihrer Erklärung gegenüber RBK-Ukraine, dass weder die Kampfnötigkeit noch die Intensität der Ausbildung oder der Ruf einer Einheit eine Rechtfertigung für die Erniedrigung oder den missbräuchlichen Umgang mit Soldaten darstellen können. Die Behörde rief dazu auf, sich nicht von Emotionen leiten zu lassen und die Ergebnisse einer objektiven Untersuchung abzuwarten.
„Kampfnötigkeit, Intensität der Ausbildung oder der Ruf einer Kampfeinheit können keine Grundlage für Erniedrigung, Gewalt, missbräuchlichen Umgang oder Gleichgültigkeit gegenüber dem Leben und der Gesundheit von Militärangehörigen sein', zitiert die Behörde das ukrainische Medium.
Herausforderungen und Fristen der Untersuchung
Eines der Hauptprobleme, mit denen die Ermittler konfrontiert sind, ist die Chronologie der Ereignisse. Ein Teil der in den Medien veröffentlichten Informationen könnte sich auf Vorfälle beziehen, die vor etwa einem halben Jahr stattgefunden haben. Dies erschwert die Sammlung von Beweismaterial erheblich und erfordert viel Zeit für die Analyse.
Das Kommando verspricht, dass die Überprüfung vollständig, unparteiisch und rechtmäßig sein wird. Sollten sich Tatsachen der Anwendung von Gewalt bestätigen, werden entsprechende rechtliche und verwaltungstechnische Entscheidungen getroffen. Das Regiment „Skelya' unterstützt die zuständigen Behörden derzeit bei den Ermittlungen.
Wer hat die Untersuchung eingeleitet und was ist über die Fakten bekannt?
Auslöser der breiten Diskussion wurde das Magazin „Babel', das eine Untersuchung über mögliche Folter von Soldaten im Regiment veröffentlichte. In den Materialien wurden auch Fälle des Todes von Militärangehörigen unter nicht-kampfbedingten Umständen erwähnt. Auf diese Signale reagierten die Strafverfolgungsbehörden operativ:
- Das Staatsbureau für Ermittlungen (GBR) hat ein vorgerichtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet.
- Der Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lyubynets entsandte seine Vertreter, um Überprüfungen direkt im Regiment durchzuführen.
Aufruf an Zeugen
Die Landstreitkräfte riefen Militärangehörige, ihre Angehörigen und alle Zeugen, die Informationen über Gewalttaten besitzen, auf, nicht zu schweigen. Man kann sich an folgende Stellen wenden:
- Militärischer Dienst für Rechtsordnung (VSP);
- Staatsbureau für Ermittlungen (GBR);
- Büro des Militär-Ombudsmanns;
- Hotline des Kommandos der Landstreitkräfte.
Die Situation liegt unter Kontrolle des Kommandos, das beabsichtigt, die Untersuchung zu Ende zu führen, um Gerechtigkeit wiederherzustellen und die Rechtsstaatlichkeit in den Reihen der Armee zu gewährleisten.