Die Ukraine wurde einem Raketen- und Drohnenangriff von beispiellosem Ausmaß und Zusammensetzung ausgesetzt. Laut Jurij Ignat, dem Leiter des Kommunikationsbüros der Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine, feuerte Russland eine Rekordzahl von hyperschallfähigen „Zirkon“-Raketen – acht Stück in einer einzigen Angriffswelle – auf das Territorium des Landes ab. Dies ist die größte Anzahl gleichzeitiger Einsätze dieser Waffengattung, wie der Sprecher während eines Telethons mitteilte.
Ausmaß und Geografie des Angriffs
Das Gesamtausmaß des Angriffs erreichte beträchtliche Zahlen: Von russischer Seite wurden 73 Raketen und 656 Kampfdrohnen gestartet. Nach Angaben von Ignat flogen die meisten Raketen auf einer ballistischen Flugbahn. Der Angriff war zeitlich und räumlich gestaffelt: Vier Raketen wurden am Morgen gestartet, weitere vier – vom Gebiet des vorübergehend besetzten Krim aus – von Süden her.
Die Geografie des Angriffs unterschied sich erheblich von dem massiven Angriff vom 24. Mai. Während damals die Hauptstadt der Hauptangriffsvektor war, trafen diesmal Dnipro, die Region Charkiw, Saporischschja, Poltawa und andere Regionen. Trotz der geografischen Ausweitung blieb Kiew das Hauptziel und erlitt starke Treffer zusammen mit anderen Städten.
Ergebnisse der Luftabwehr
Das ukrainische Luftabwehrsystem zeigte eine hohe Effizienz bei der Abfangung von Marschflugkörpern. Von 27 Raketen vom Typ Ch-101 wurden 26 abgeschossen, ebenso wurden drei „Kalibr“-Raketen abgefangen. Die Situation mit den ballistischen Raketen war schwieriger: Es gelang nur, 11 davon abzuschießen, was zu 30 bestätigten Treffern auf Objekte auf dem ukrainischen Territorium führte.
Was die Drohnen betrifft, so wurden von den fast 700 gestarteten Drohnen die meisten von den Luftabwehrkräften abgeschossen. Die russische Seite setzte aktiv die Seezielflugkörper „Zirkon“, ballistische und Marschflugkörper ein, um die Verteidigung des Gegners zu unterdrücken.
Folgen des Angriffs
Der nächtliche Angriff führte zu menschlichen Opfern und erheblichen Zerstörungen in mehreren Städten. In Kiew wurden Wohnhäuser und andere Infrastruktureinrichtungen beschädigt. In Dnipro wurden Wohngebäude zerstört, und in Charkiw erlitten Verwaltungsgebäude Schäden. Die Lage bleibt angespannt, und ukrainische Verteidiger setzen sich weiterhin für die Abwehr von Versuchen des Feindes ein, kritische Infrastruktur und die Bevölkerung zu schädigen.