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title: "Rekrutierungskrise: Warum der Kreml Ersatz für Freiwillige sucht und eine neue Mobilmachung diskutiert"
description: "Der Zustrom von Freiwilligen in die russische Armee ist drastisch zurückgegangen, was den Kreml zwingt, neue Rekrutierungsmethoden zu suchen und eine neue Mobilmachung zu diskutieren. Die Ausgaben für Rekrutierer haben sich verdoppelt, und in den Regionen werden versteckte Methoden zur Gewinnung von Bürgern unter dem Deckmantel ziviler Stellenangebote praktiziert. 🇷🇺📉🪖"
date: 2026-06-24T15:14:00.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Rekrutierungskrise: Warum der Kreml Ersatz für Freiwillige sucht und eine neue Mobilmachung diskutiert

![Russischer Soldat in Tarnanzug und Maske steht mit Gewehr vor Militärlastwagen mit Buchstabe Z, was die Rekrutierungskrise und Notwendigkeit neuer Mobilmachung symbolisiert](https://xab.info/media/2026/06/24/krizis-verbovki-v-rossii-kreml-obsuzhdaet-novuyu-mobilizatsiyu/krizis-verbovki-v-rossii-kreml-obsuzhdaet-novuyu-mobilizatsiyu-1.webp)

In Russland wird ein anhaltender Rückgang des Zuflusses von Freiwilligen in die Armee registriert. Die Abnahme des Interesses an Verträgen ist selbst in Regionen zu beobachten, die traditionell führend bei der Rekrutierung sind. Dieser Trend zwingt die Regierung, nach neuen, radikaleren Methoden zur Auffüllung der Reihen der Streitkräfte zu suchen.

### Rückgang in der Hauptstadt und den Regionen

Laut Daten, die das Magazin „Wichtige Geschichten“ von einem Gesprächspartner in der Moskauer Stadtverwaltung erhielt, hat die Zahl derjenigen, die einen Vertrag unterzeichnen möchten, merklich abgenommen. Die Statistik der letzten Monate verdeutlicht das Problem: Wenn die Hauptstadt im April 1708 Menschen an die Front schickte, fiel dieser Wert im Mai auf 1378. Nach Einschätzung von Quellen ist der monatliche Abfluss um tausend Personen geringer als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die niedrigen Rekrutierungsraten hielten sich auch im Juni.

Probleme bei der Erfüllung der Pläne werden von Quellen in den Militärkommissariaten und Truppenteilen bestätigt. Obwohl die Anforderungen an die Auffüllung der Armee unverändert bleiben, wird es immer schwieriger, sie zu erfüllen. Ein Mangel an Personal trat sogar in Eliteeinheiten wie der Drohneneinheit „Rubikon“ auf. Dort, wo offiziell Verträge nur für ein Jahr angeboten werden, mangelt es dennoch an Bewerbern.

### Anstieg der Kosten für die Rekrutierung

Infolge des Mangels an Freiwilligen sind die Regionen gezwungen, die Ausgaben für die Gewinnung von Kandidaten zu erhöhen. Die finanziellen Mittel für den Rekrutierungsprozess haben sich mehr als verdoppelt: Die durchschnittlichen monatlichen Zahlungen an Rekrutierer stiegen von 358 auf 802 Millionen Rubel. Insgesamt haben die russischen Regionen den Rekrutierern bereits mindestens 7,7 Milliarden Rubel ausgezahlt.

Boni erhalten nicht nur zivile Mitarbeiter, sondern auch Vertreter der Sicherheitsbehörden, der Verwaltung und der Militärkommissariate. Um das Interesse am Dienst zu stimulieren, nutzt die Regierung auch direkte Zahlungen. Beispielsweise verdoppelte sich in der Region Tjumen nach der Erhöhung der Einmalzahlung auf 3 Millionen Rubel die Anzahl der Bewerbungen vorübergehend.

### Anlockmethoden und Täuschung

Neben finanziellen Anreizen werden auch weniger transparente Methoden eingesetzt. Laut Quellen werden Russen manchmal unter dem Deckmantel von Stellenangeboten im Hinterland – als Fahrer, Sicherheitskräfte oder Bauarbeiter – zum Krieg gelockt. Nach Unterzeichnung des Vertrags können solche Mitarbeiter jedoch in jede Einheit versetzt werden, einschließlich Kampfeinheiten.

Zuvor berichteten Medien und Menschenrechtsverteidiger über Fälle von erzwungener Einberufung von Männern zum Dienst. Insbesondere in der Region Pensa führten Sicherheitskräfte Razzien gegen Männer mit Schulden und Vorstrafen durch und drängten sie unter Androhung von Bedrohungen und Festnahmen zur Unterzeichnung von Verträgen.

### Diskussionen über eine neue Mobilmachung

Aufgrund des wachsenden Personalmangels wird in russischen Regierungskreisen immer häufiger über die Möglichkeit einer neuen Mobilmachungswelle diskutiert. Von solchen Diskussionen berichteten acht Quellen, die mit der Präsidentschaftsadministration und dem Sicherheitsblock verbunden sind. Obwohl noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde, wird das Thema regelmäßig auf verschiedenen Regierungsebenen angesprochen.

Einer der Gesprächspartner nannte Oktober als einen möglichen Zeitpunkt – den Zeitraum nach den Wahlen zur Staatsduma. In der Präsidentschaftsadministration werden verschiedene Szenarien erwogen, und die Mobilmachung ist eines davon. Eine Quelle, die sich mit der Rekrutierung für einen Staatskonzern befasst, behauptet, dass die Vorbereitungen für Veranstaltungen, die offiziell vielleicht nicht als Mobilmachung bezeichnet werden, bereits seit mehreren Monaten laufen.

Auch im Kreml wird eine mildere Lösung des Problems erwogen – die Versetzung von Reservisten aus Einheiten im Hinterland in Kampfeinheiten. Im Gegenzug könnten einige der bereits eingezogenen Soldaten in den Hinterland versetzt oder demobilisiert werden. Die Gesprächspartner des Magazins sind sich jedoch in einem Punkt einig: Der Personalmangel wird zu einem kritischen Problem, und die derzeitigen Rekrutierungsmechanismen reichen nicht mehr aus, um die Bedürfnisse der Armee vollständig zu decken.