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title: "Rentenkrise in der Ukraine: 60.000 Senioren überleben mit einem Betrag unter dem Existenzminimum"
description: "In der Ukraine erhalten mehr als 60.000 Rentner Leistungen unter dem Existenzminimum (2595 Griwna). Das sind etwa 0,6 % von 10,2 Millionen Empfängern. Der Fonds erklärt den Rückgang der Rentnerzahl durch Auswanderung und Krieg und präzisierte zudem die Regeln für die Anrechnung der Dienstzeit für Teilnehmer an Kampfhandlungen und Arbeitsmigranten. ⚖️🇺🇦"
date: 2026-06-26T03:34:00.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Rentenkrise in der Ukraine: 60.000 Senioren überleben mit einem Betrag unter dem Existenzminimum

![Rentner schaut auf ein Smartphone, sitzt an einem Tisch mit Laptop und Zeitungen, illustriert die Rentenkrise in der Ukraine](https://xab.info/media/2026/06/26/pensiya-v-ukraine-nizhe-prozhitochnogo-minimuma-60-tysyach-chelovek/pensiya-v-ukraine-nizhe-prozhitochnogo-minimuma-60-tysyach-chelovek-1.webp)

In der Ukraine wurde eine beunruhigende Tendenz festgestellt: Mehr als 60.000 ältere Bürger erhalten monatlich Rentenleistungen, die nicht einmal das Existenzminimum decken. Diese Daten wurden vom Pensionsfonds der Ukraine (PFU) im Rahmen einer Anfrage von RBC-Ukraine bekannt gegeben.

### Umfang des Problems: Zahlen und Fakten

Stand 1. April 2026 erhalten 60.598 Bürger eine Rente unter der festgelegten Schwelle von 2.595 Griwna. Auf den ersten Blick mag diese Zahl angesichts der Gesamtzahl der Rentner unbedeutend erscheinen. Der PFU präzisiert, dass es sich hierbei nur um 0,6 % der gesamten Rentnerzahl handelt.

Dennoch stellt selbst dieser kleine Prozentsatz im allgemeinen Kontext ein ernsthaftes soziales Problem dar. Insgesamt gibt es im Land etwa 10,2 Millionen Rentner. Im vergangenen Jahrzehnt ist die Zahl der älteren Menschen, die staatliche Unterstützung erhalten, um etwa zwei Millionen gesunken.

### Demografischer Rückgang und Folgen des Krieges

Der Rückgang der Rentnerzahl wird durch eine Kombination schwerwiegender Faktoren erklärt. Experten und Vertreter des Fonds nennen drei Hauptgründe: Massenauswanderung, anhaltende demografische Krise und direkte Folgen der bewaffneten Aggression. Der Krieg hat die Bevölkerung nicht nur verringert, sondern auch die Struktur des Rentensystems verändert und neue Kategorien von Leistungsempfängern geschaffen.

Der PFU widmet besonderen Fokus den Teilnehmern an Kampfhandlungen. Für sie gilt eine spezielle Berechnungsmethode für die Dienstzeit: Ein Jahr Dienst in der Kampfzone wird mit drei Jahren allgemeiner Arbeitszeit gleichgesetzt. Diese Regelung soll die Risiken und harten Bedingungen des Dienstes kompensieren und Veteranen in Zukunft angemessenere Zahlungen sichern.

### Dienstzeit im Ausland und Mindestleistungen

Die Frage der Dienstzeit bleibt auch für diejenigen relevant, die gezwungen waren, das Land zu verlassen. Zuvor wurde berichtet, dass Ukrainern, die legal im Ausland gearbeitet haben, dieser Zeitraum auf die Dienstzeit angerechnet werden kann. Allerdings ist eine solche Anrechnung an das Vorhandensein internationaler Abkommen gebunden: Sie ist nur in jenen Ländern möglich, mit denen die Ukraine entsprechende Verträge unterzeichnet hat.

Auch die Situation mit den Mindestleistungen bedarf der Aufmerksamkeit. Im Land gibt es immer noch eine Kategorie von Bürgern, deren Rente weniger als 300 Griwna beträgt. Diese Mindestbeträge, die einem Teil der Rentner ausgezahlt werden, bleiben eines der drängendsten Themen in der sozialen Agenda und unterstreichen die Ungleichheit im Rentensystem.