In der Ukraine können einige Rentner mit einer erheblichen Erhöhung ihrer monatlichen Zahlungen rechnen. Laut Informationen des Hauptamts des Pensionsfonds der Ukraine in der Oblast Transkarpatien kann der Betrag dieses Zuschlags fast 1300 Hrywnja betragen. Diese Regelung betrifft Bürger, die arbeitsunfähige Angehörige im Unterhalt haben.
Höhe des Zuschlags und Voraussetzungen für die Gewährung
Der Zuschlag wird als 50 % des Existenzminimums für arbeitsunfähige Personen berechnet. Im Jahr 2026 beträgt dieser Indikator 2595 Hrywnja, was einen monatlichen Zuschlag von 1297 Hrywnja für jeden arbeitsunfähigen Familienangehörigen bedeutet, der vom Rentner unterhalten wird.
Anspruch auf diese finanzielle Unterstützung haben Militärentner – vom einfachen Soldaten bis zum Offiziersrang. Ausgenommen sind nur diejenigen, die den Wehrdienst als Einberufene geleistet haben. Für die Beantragung der Zahlung müssen zwei Hauptvoraussetzungen erfüllt sein:
- Vorhandensein eines arbeitsunfähigen Angehörigen im Unterhalt.
- Fehlen einer eigenen Rente oder anderer staatlicher Sozialleistungen für den Unterhaltsberechtigten.
Wichtig ist zu beachten, dass in einem Haushalt mit mehreren Rentnern diesen Zuschlag nur einer von ihnen beantragen kann.
Andere Arten von Entschädigungen für Rentner
Neben dem Zuschlag für Unterhaltsberechtigte sieht das Gesetz weitere Formen der finanziellen Unterstützung vor, von denen einige kombiniert werden können. Insbesondere erhalten Bürger über 70 Jahre eine altersbedingte Kompensationszahlung, deren Höhe mit dem Alter steigt. Zudem ist ein Zuschlag für überdurchschnittliche Versicherungsdienstjahre für Personen vorgesehen, deren Versicherungszeit das festgelegte Maß überschreitet.
Besonders hervorgehoben werden Zuschläge für besondere Verdienste um den Staat und Pflegeleistungen. Außerdem gelten staatliche Garantien für eine Mindestrente, falls der berechnete Betrag das festgelegte Niveau nicht erreicht.
Ausblick auf die Rentenreform
In der Ukraine wird eine umfassende Rentenreform vorbereitet. Der Minister für Sozialpolitik, Denys Ulyutin, teilte mit, dass das neue System auf einem dreigliedrigen Modell basieren wird, das solidarische Zahlungen, berufsbezogene Renten und ein Sparsystem umfasst.
Laut dem Minister ist keine Erhöhung des Rentenalters geplant, jedoch werden die Anforderungen an die Versicherungszeit verschärft. Diese Änderungen zielen darauf ab, ein nachhaltigeres und gerechteres System der sozialen Sicherheit für zukünftige Generationen zu schaffen.