Viele Rentner gehen fälschlicherweise davon aus, dass sich ihr Status im System der Pensionskasse automatisch ändert, sobald sie ihren Arbeitsplatz verlassen oder ihr eigenes Geschäft schließen. Experten warnen jedoch: Ohne rechtzeitige Benachrichtigung wird die staatliche Stelle weiterhin Zahlungen wie für einen erwerbstätigen Bürger verrechnen, was zu finanziellen Verlusten führt.
Die 10-Tage-Regel: So behalten Sie Ihr Geld
Laut Informationen, die von RBK-Ukraine unter Berufung auf die Pensionskasse der Ukraine (PFU) veröffentlicht wurden, ist es von kritischer Bedeutung, die Behörde innerhalb von 10 Tagen über das Ende der Erwerbstätigkeit zu informieren. Genau dieser Zeitraum ist entscheidend für die korrekte Neuberechnung der Rentenleistungen.
Der Status „erwerbstätig' oder „nicht erwerbstätig' diktiert direkt die Höhe der finanziellen Unterstützung. Die Gesetzgebung sieht für Personen, die ihre Erwerbstätigkeit beendet haben, spezielle Zuschläge und Erhöhungen vor, die für diejenigen, die weiterhin offiziell arbeiten, nicht verfügbar sind. Wenn ein Rentner die Kündigung nicht rechtzeitig meldet, verliert er das Recht auf diese zusätzlichen Mittel.
FLE und Angestellte: Gleiche Regeln
Es ist wichtig zu verstehen, dass aus rechtlicher Sicht nicht relevant ist, in welcher Funktion der Rentner gearbeitet hat. Angestelltenverhältnisse und die Registrierung als Einzelunternehmer (FLE) haben den gleichen Einfluss auf den Rentenstatus. In beiden Fällen muss das Ende der Tätigkeit offiziell registriert werden, um den Zuschlag zu erhalten.
Um die Daten in der Datenbank der Pensionskasse zu aktualisieren, muss ein entsprechender Antrag eingereicht und mit bestätigenden Dokumenten versehen werden. Je nach Situation können dies sein:
- Beschluss über Einstellung oder Entlassung;
- Arbeitsbuch;
- Zivilrechtlicher Vertrag;
- Auszug aus dem Einheitlichen Staatsregister (USR) für Unternehmer.
Die rechtzeitige Vorlage dieser Unterlagen garantiert den Erhalt aller gesetzlich vorgesehenen Zahlungen in voller Höhe.
Schwierigkeiten mit Dokumenten und neue Anforderungen an die Berufserfahrung
Fragen der Altersvorsorge in der Ukraine werden vor dem Hintergrund von Gesetzesänderungen und den Folgen des Krieges immer dringlicher. So wurde bereits berichtet, dass Bürger, die ihre Dokumente in vorübergehend besetzten Gebieten verloren haben, ihre Berufserfahrung über spezielle Kommissionen bestätigen können. Dafür werden Arbeitsbücher, Archivdaten oder Zeugenaussagen von Kollegen verwendet.
Darüber hinaus stehen weitere Änderungen bevor. Im Jahr 2026 wird ein Teil der Ukrainer nicht mehr mit den üblichen 60 Jahren in den Ruhestand gehen können. Für den Erhalt der Leistung ist gesetzlich eine neue Schwelle festgelegt: Vorliegen von mindestens 33 Jahren Versicherungsdienst. Diese Faktoren machen die rechtzeitige Interaktion mit der Pensionskasse für den Schutz der eigenen Rechte noch wichtiger.