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title: "Reschetilowa: In einem Haus bei Kiew, das von Anwohnern angegriffen wurde, waren Mariupol- und Asowstals-Veteranen"
description: "Die Militärbeauftragte Olha Reschetilowa erklärte, dass sich in einem Haus in Petropawliwskaja Borschtschahiwka, das am 2. November von Anwohnern angegriffen wurde, neben Mobilisierten auch Kämpfer mit Kampferfahrung aus Mariupol und Asowstal befanden. Das SBI hat ein Strafverfahren eingeleitet, die Nationalgarde führt eine interne Prüfung durch."
date: 2026-11-03T10:54:53.986Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/reschetilowa-mariupol-asowstal-veteranen-haus-bei-kiew
tags: [ukraine-army, national-guard, military-ombudsman, kyiv, desertion, civil-military-relations, dbr]
author: "Alexander Buran"
publisher: "XAB.info"
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# Reschetilowa: In einem Haus bei Kiew, das von Anwohnern angegriffen wurde, waren Mariupol- und Asowstals-Veteranen

![Militärbeauftragte Olha Reshetilowa spricht während einer Pressekonferenz über den Vorfall bei Kiew](https://xab.info/media/2026/11/03/reshetilova-veterany-mariupoly-azovstali-dom-pod-kievom/reshetilova-veterany-mariupoly-azovstali-dom-pod-kievom-1.webp)

## Kernpunkte

- Am Abend des 2. November griffen Anwohner von Petropawliwskaja Borschtschahiwka ein Haus an, in dessen Keller Soldaten der Nationalgarde festgehalten wurden
- Militärbeauftragte Reschetilowa bestätigte, dass Kämpfer mit Mariupol-, Asowstal- und Kriegsgangserfahrung unter den Festgenommenen waren
- Das SBI leitete ein Strafverfahren ein, die Nationalgarde startete eine interne Prüfung, und Ombudsmann Lubinez forderte Ermittlungen
- Reschetilowa erklärte, der Vorfall untergrabe das Vertrauen zwischen Gesellschaft und Armee, und die Frage seiner Wiederherstellung bleibe offen

Am Abend des 2. November versammelten sich in Petropawliwskaja Borschtschahiwka bei Kiew lokale Anwohner vor einem privaten Haus und griffen Berichten in sozialen Netzwerken zufolge das Gebäude an, in dessen Keller angeblich Männer festgehalten wurden, die ihre Militäreinheiten eigenmächtig verlassen hatten. Der Vorfall sorgte für großes Aufsehen und löste eine Reihe offizieller Reaktionen aus: von einer internen Untersuchung bei der Nationalgarde bis hin zu einem Strafverfahren des Staatlichen Untersuchungsbüros (SBI). Die Militärbeauftragte Olha Reschetilowa enthüllte in einer Erklärung gegenüber RBK-Ukraine Details, die das Bild des Geschehens wesentlich verändern: Unter den Personen im Haus befanden sich nicht nur Rekruten, sondern auch Kämpfer mit langjähriger Kampferfahrung.

### Was in Petropawliwskaja Borschtschahiwka geschah

Den in sozialen Medien verbreiteten Daten zufolge umzingelten Anwohner von Petropawliwskaja Borschtschahiwka am Abend des 2. November ein privates Haus, in dessen Keller sich laut ihren Angaben Soldaten befanden, die ihre Einheiten unerlaubt verlassen hatten. Der Kommandeur der Nationalgarde, Olexandr Piwnenko, bestätigte später, dass sich tatsächlich Soldaten der Nationalgarde im Haus befanden, die nach dem unerlaubten Verlassen ihres Dienstortes entdeckt worden waren. Die Nationalgarde leitete eine interne Untersuchung der Umstände des Vorfalls ein und erklärte, die Verantwortlichen würden zur Rechenschaft gezogen.

### Reschetilowa: Unter den Festgenommenen waren Veteranen der Kämpfe um Mariupol und Asowstal

Die Militärbeauftragte Olha Reschetilowa präzisierte in einem Kommentar für RBK-Ukraine die Zusammensetzung der Personen an dem Aufenthaltsort. Ihrer Aussage nach befanden sich neben Mobilisierten auch Soldaten im Haus, die die Kämpfe um Mariupol und Asowstal durchlaufen hatten, der russischen Gefangenschaft entkommen waren und in den Dienst zurückgekehrt waren. „Neben Mobilisierten befanden sich dort Soldaten, die die Kämpfe um Mariupol, Asowstal und die russische Gefangenschaft überstanden und in die Reihen zurückgekehrt waren. Sie sollten ihren Staat, die Zivilbevölkerung und ukrainische Kinder verteidigen. Die Bevölkerung revanchierte sich jedoch mit Anspucken, Eiern, eingeschlagenen Fenstern und fluchenden Jugendlichen“, erklärte die Ombudsfrau. Ihre Worte deuten darauf hin, dass der Vorfall nicht nur Neulinge, sondern auch erfahrene Kämpfer betraf, was die gesellschaftliche Resonanz des Geschehens verstärkt.

### Ermittlungen und offizielle Reaktionen

Reschetilowa teilte mit, dass im Rahmen der Prüfung festgestellt werde, ob es zu Verstößen gegen Dienstverfahren und -phasen sowohl in Bezug auf Rekruten als auch auf Soldaten kam, die nach dem unerlaubten Verlassen der Einheit zurückgekehrt waren. Parallel dazu forderte der Menschenrechtsbeauftragte der Werchowna Rada, Dmytro Lubinez, eine Überprüfung der Ereignisse in Petropawliwskaja Borschtschahiwka und verurteilte jegliche Angriffe auf Soldaten im Hinterland. Das Staatliche Untersuchungsbüro (SBI) leitete ein Strafverfahren wegen des Vorfalls ein. Der Leiter des Präsidialamtes, Kyrylo Budanow, bezeichnete die Ereignisse als inakzeptabel, und die Strafverfolgungsbehörden ermitteln weiter in allen Umständen des Vorfalls.

### Vertrauen zwischen Gesellschaft und Armee: Die Frage bleibt offen

Die zentrale Thesen von Reschetilowas Erklärung war eine Bewertung der Folgen des Vorfalls für die Zivilgesellschaft. Die Ombudsfrau wies ausdrücklich darauf hin, dass das Geschehene „das Vertrauen zwischen Gesellschaft und Armee untergräbt“. „Ob wir das Vertrauen zwischen Armee und Gesellschaft, das durch die gestrigen Ereignisse erneut untergraben wurde, wiederherstellen können, ist eine offene Frage. Offensichtlich muss jeder und jede Einzelne dazu beitragen. Nicht jeder und jede will das tun“, fasste sie zusammen. Diese Worte erfassen ein systemisches Problem: Unter den Bedingungen des anhaltenden Krieges erzeugen Akte der Aggression von Zivilisten gegen Soldaten im Hinterland einen zusätzlichen Riss zwischen der Armee und der Gesellschaft, die sie verteidigt.

### Kontext und nächste Schritte

Der Vorfall in Petropawliwskaja Borschtschahiwka wurde zu einem der öffentlichsten Fälle von Zusammenstößen der lokalen Bevölkerung mit Soldaten in der Hinterlandzone in letzter Zeit. Die gleichzeitige Reaktionen der Nationalgarde, des SBI, der Ombudspersonen und des Präsidialamtes zeugen davon, dass die Behörden das Geschehene als Präzedenzfall betrachten, der nicht nur eine strafrechtliche, sondern auch eine institutionelle Reaktion erfordert. Die Ergebnisse der internen Untersuchung der Nationalgarde und des SBI-Strafverfahrens sowie die Ergebnisse der von Reschetilowa angekündigten Prüfung werden bestimmen, ob zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der Soldaten und zur Wiederherstellung des Vertrauensverhältnisses zwischen Armee und Zivilgesellschaft ergriffen werden.

## Faktencheck und Quellen

- [В доме под Киевом были военные, прошедшие Мариуполь, Азовсталь и плен, - Решетилова](https://www.rbc.ua/ukr/news/budinku-pid-kievom-buli-viyskovi-ki-proyshli-1793702161.html) - Primärquelle. Enthält direkte Zitate von Reschetilowa, Bestätigungen von Piwnenko, Reaktionen von Lubinez, Budanow, dem SBI und der Nationalgarde. Alle Schlüssel fakten des Artikels entsprechen dem Quelltext.

## Häufige Fragen

### Was passierte am 2. November in Petropawliwskaja Borschtschahiwka?

Am Abend des 2. November versammelten sich Anwohner vor einem privaten Haus in Petropawliwskaja Borschtschahiwka und griffen es an. Im Keller des Hauses wurden laut sozialen Medien Männer festgehalten, die ihre Militäreinheiten unerlaubt verlassen hatten. Der Kommandeur der Nationalgarde, Olexandr Piwnenko, bestätigte die Anwesenheit von Nationalgardisten dort.

### Wer befand sich laut Reschetilowa im Haus?

Die Militärbeauftragte Olha Reschetilowa erklärte, dass sich im Haus neben Mobilisierten auch Soldaten befanden, die die Kämpfe um Mariupol und Asowstal durchlaufen und die russische Gefangenschaft überstanden hatten.

### Welche Maßnahmen wurden nach dem Vorfall ergriffen?

Die Nationalgarde leitete eine interne Prüfung ein, das SBI eröffnete ein Strafverfahren, Ombudsmann Dmytro Lubinez forderte Untersuchungen, und der Leiter des Präsidialamtes Kyrylo Budanow nannte die Ereignisse inakzeptabel.

### Welches Hauptfazit zog Reschetilowa?

Reschetilowa erklärte, dass der Vorfall das Vertrauen zwischen Gesellschaft und Armee untergräbt und die Frage der Wiederherstellung dieses Vertrauens offen bleibt. Sie forderte jeden auf, Anstrengungen zur Lösung des Problems zu unternehmen.