Das ukrainische Verteidigungsministerium hat in der App „Reserv+' die Möglichkeit, einen Aufschub der Mobilmachung für Lehrer und andere pädagogische Mitarbeiter von allgemeinbildenden Schulen zu beantragen, vollständig eingeführt. Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf das Ministerium berichtet, funktioniert der Dienst nun nicht mehr im Testmodus, sondern im regulären Betrieb: Das System vergleicht die Angaben des Antragstellers automatisch mit den Datenbanken von AIKOM und der Pensionskasse der Ukraine, daher müssen keine bestätigenden Dokumente manuell hochgeladen werden.

Was sich für Pädagogen geändert hat

Bereits Ende August hatte das Verteidigungsministerium erst mit dem Testen dieses Dienstes begonnen, nun funktioniert er vollständig. Für Pädagogen bedeutet das, dass der Aufschub ohne Besuch des TCK und ohne einen Stapel Papierdokumente beantragt wird: Es genügt, einige Schritte in der mobilen App durchzugehen und auf das Ergebnis zu warten, das ebenfalls in „Reserv+' eingeht. Das Ministerium betont, dass die automatische Prüfung das Risiko von Fehlern senkt und den Prozess beschleunigt.

Voraussetzungen für die Beantragung des Aufschubs

Damit der Antrag angenommen wird, müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein. Erstens muss die Bildungseinrichtung der Hauptarbeitsort sein. Zweitens muss die pädagogische Arbeitslast mindestens 0,75 Stellen betragen. Drittens muss die Stelle zur Kategorie der pädagogischen Mitarbeiter von allgemeinbildenden Schulen gehören. Schließlich müssen die Angaben zum Arbeitgeber in den Systemen von AIKOM und der Pensionskasse der Ukraine übereinstimmen — genau das kontrolliert die automatische Prüfung.

So stellen Sie den Antrag in „Reserv+'

Der Weg zum Aufschub in der App sieht so aus: Abschnitt „Dienste' — „Antrag auf Aufschub' — „Lehrer und andere pädagogische Mitarbeiter von allgemeinbildenden Schulen'. Nach der Auswahl der entsprechenden Kategorie fordert das System selbst Daten aus AIKOM und der Pensionskasse an und vergleicht sie. Scans von Arbeitsbüchern, Befehlen oder anderen Dokumenten müssen nicht hochgeladen werden — das Prüfungsergebnis kommt in die App.

Was tun, wenn der Aufschub nicht erteilt wurde

Falls der Antrag nicht durchgegangen ist, rät das Verteidigungsministerium, zunächst die Aktualität der Angaben zum Arbeitsort, zur Stelle und zur pädagogischen Arbeitslast in AIKOM und der Pensionskasse der Ukraine zu prüfen. Abweichungen zwischen dem, was in diesen Datenbanken angegeben ist, und der tatsächlichen Lage sind der häufigste Grund für eine Ablehnung. Nach der Korrektur der Daten in den entsprechenden Systemen kann der Antrag wiederholt werden.

Kontext: Erweiterung der Liste der Online-Aufschübe

Pädagogen sind nicht die erste Kategorie, für die der Aufschub vollständig online beantragt werden kann. Bereits im Mai erhielten Wissenschaftler diese Möglichkeit: Mitarbeiter von Universitäten, wissenschaftlichen Einrichtungen und des Präsidiums der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine. Laut Angaben des Ministeriums sind in „Reserv+' Dutzende neuer Aufschubtypen geplant, daher wird die Liste der Kategorien, die über die App von der Mobilmachung befreit werden, schrittweise erweitert.