In Kiew läuft eine großangelegte Operation zur Beseitigung der Folgen einer ökologischen Verschmutzung des Kirillowsees. Der Gewässer, Opfer der Folgen eines russischen Angriffs, ist von einer dichten Ölschicht bedeckt, die eine direkte Bedrohung für das lokale Ökosystem darstellt. Die Situation erfordert ein sofortiges Eingreifen und den Einsatz erheblicher Ressourcen.

Laut dem Staatlichen Dienst der Ukraine für Notfälle (GSCHS) arbeiten die Rettungsdienste bereits seit vier Tagen am Stück am Gewässer. Spezialisten aus verschiedenen Teilen des Landes kämpfen ununterbrochen gegen die Ausbreitung giftiger Stoffe und versuchen, den Schaden für die Natur zu minimieren.

Umfang der Verschmutzung

Die Lage am See bleibt kritisch. Derzeit hat die Fläche des Ölteppichs auf der Wasseroberfläche 20.600 Quadratmeter erreicht. Nach vorläufigen Schätzungen der Experten beträgt das geschätzte Volumen des verschmutzten Wasserschichts etwa 1700 Tonnen. Ein solches Volumen von Schadstoffen kann der Flora und Fauna des Gewässers irreparable Schäden zufügen.

Um eine weitere Ausbreitung des Treibstoffs zu verhindern, haben die Spezialisten mächtige Schutzbarrieren errichtet. Insbesondere wurde beschlossen, den unterirdischen Sammler, der das Kirillowsee mit dem benachbarten Jordansee verbindet, vollständig zu sperren. Diese Maßnahme ist notwendig, um den benachbarten Gewässer vor dem Eindringen giftiger Stoffe zu schützen.

Kräfte und Mittel der Rettungskräfte

Zur Beseitigung der Folgen des Angriffs wurde eine erhebliche Truppenstärke eingesetzt. Vor Ort arbeiten 55 Rettungskräfte, und es werden 19 Einheiten spezieller Technik eingesetzt. Zum Sammeln von Erdölprodukten von der Wasseroberfläche werden spezialisierte Mittel verwendet:

  • 2 Boote für den schnellen Transport auf dem Gewässer;
  • 3 Anhänger für den Transport von Ausrüstung und gesammelten Abfällen;
  • 9 Skimmer – spezielle Geräte, die für das effektive Sammeln von Erdölprodukten von der Wasseroberfläche bestimmt sind.

Dank des koordinierten Einsatzes der Rettungskräfte konnten bis jetzt 65 Kubikmeter des verschmutzenden Stoffes gesammelt werden. Davon wurden 18 Kubikmeter direkt während des letzten Arbeitstages beseitigt.

Ökologische Lage in der Hauptstadt

Die Probleme mit der Ökologie in Kiew beschränken sich nicht nur auf die Verschmutzung von Gewässern. In letzter Zeit sind die Einwohner der Hauptstadt regelmäßig mit einer Verschlechterung der Luftqualität konfrontiert. Am Morgen des 3. Juli wurde in der Stadt eine spürbare Verschlechterung der ökologischen Lage registriert, als das Verschmutzungsniveau für empfindliche Bevölkerungsgruppen schädlich wurde.

Die Hauptursache für den dichten Smog war die Kombination zweier Faktoren: Brände in den natürlichen Ökosystemen der Region Kiew und die Ansammlung von Verbrennungsprodukten nach feindlichen Beschuss. In solchen Perioden empfehlen Experten den Einwohnern von Kiew, die Fenster in den Häusern zu schließen, mehr Wasser zu trinken und lange Spaziergänge in der Stadt einzuschränken.

Im GSCHS wurde betont, dass die Rettungskräfte trotz der vom Feind verursachten Zerstörungen täglich wiederherstellen, schützen und weiterhin für den Schutz der Umwelt und des Lebens der Menschen kämpfen.