Stand am Abend des 27. September 2026 dauert der Luftalarm in Kiew bereits die fünfzehnte Stunde in Folge an. Russische Truppen starteten einen weiteren massiven Angriff mit Kampfdrohnen und Raketen, der zu zahlreichen Zerstörungen, Bränden und Verletzten in verschiedenen Bezirken der Hauptstadt führte. Der Staatliche Notdienst (DSNS) der Ukraine veröffentlicht zeitnah Aufnahmen von den Unfallorten und zeigt das Ausmaß der Schäden am Wohnungsbestand und der Infrastruktur.

Chronik der Angriffe auf die Bezirke der Hauptstadt

Die nächtlichen und täglichen Angriffe trafen mehrere Schlüsselbezirke Kiews gleichzeitig. Im Bezirk Solomjanskyj traf eine Drohne ein Lagerhaus, was einen Brand auslöste, und Autos brannten infolge herabfallender Trümmer. Im Bezirk Schewtschenko traf eine feindliche Drohne ein Nichtwohngebäude, wobei eine Frau und zwei 16-jährige Jugendliche verletzt wurden. Im Bezirk Holossijiwskyj griff eine Drohne ein Verwaltungsgebäude an, Trümmer fielen zudem auf das Gelände eines Parks und in die Nähe eines Spielplatzes.

Zerstörung von Wohnhäusern und Einrichtungen

Die gefährlichste Situation entstand im Bezirk Darnyzja, wo eine Drohne ein neunstöckiges Wohngebäude in den Etagen 4-5 traf. Brände in den oberen Stockwerken wurden von Rettungskräften umgehend gelöscht, eine Frau wurde vor Ort medizinisch versorgt. Darüber hinaus fielen Trümmer auf das Gelände eines Kindergartens und in die Nähe von Geschäften. Im Bezirk Dnipro beschädigten Trümmer ein zweistöckiges Nichtwohngebäude und verursachten einen Großbrand; zudem wurden vorläufige Daten zu Verletzten registriert. Im Bezirk Podil fing Grasnarbe Feuer.

Widersprüchliche Daten

Bei der Berichterstattung über den Angriff gab es in verschiedenen Quellen Unstimmigkeiten bezüglich der Gesamtzahl der Verletzten und der Art der Zerstörung. So meldeten operative Berichte des Notdienstes zunächst insgesamt 9 Verletzte in der Stadt, regionale Telegram-Kanäle und Monitoring-Gruppen unter Berufung auf lokale Öffentlichkeiten behaupteten jedoch einen möglichen Anstieg der Verletzten auf zehn oder mehr Personen, einschließlich schwerer Fälle. Auch in den Medien gab es unterschiedliche Angaben über den genauen Typ der eingesetzten Munition — einige Experten verweisen auf den kombinierten Einsatz von Drohnen des Typs „Shahed“ und Raketenwaffen, während offizielle Sprecher die Waffentypen nach Abschluss von Expertenbewertungen weiter präzisieren.

Diplomatische Konsequenzen und Reaktionen

Am Abend des 27. September wurde ein internationaler Notfallvorfall bekannt: Infolge des massiven russischen Luftangriffs wurde die Residenz des saudi-arabischen Botschafters in Kiew beschädigt. Diese Tatsache unterstreicht den wahllosen Charakter der Angriffe der russischen Armee, die eine direkte Bedrohung nicht nur für ukrainische Bürger, sondern auch für die diplomatischen Vertretungen ausländischer Staaten darstellen. Die Rettungsdienste setzen die Beseitigung der Notfallfolgen fort und arbeiten angesichts des anhaltenden Luftalarms im Verstärkten Modus.