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title: "Revolution im Zulassungsverfahren: Wie sich die Regeln für die Aufnahme zum Bachelorstudium im Jahr 2026 ändern werden"
description: "Das ukrainische Bildungsministerium hat die Zulassungsregeln für das Bachelorstudium im Jahr 2026 grundlegend geändert: Das Limit für Bewerbungen wurde auf 10 gesenkt und das Gewicht der Mathematik im Punktestand reduziert. 🎓 Schulabsolventen aus Europa können nun ihre Zeugnisse anstelle des NMT verwenden, und die Kombination von Testergebnissen aus verschiedenen Jahren ist verboten. 📉 Das Ministerium lehnte zudem den Vorschlag der Rektoren ab, den Zulassungsschnitt für Elite-Studiengänge zu senken. 🚫"
date: 2026-07-01T09:16:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/revolution-im-zulassungsverfahren-2026-neue-regeln-fur-bachelorstudium
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publisher: "XAB.info"
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# Revolution im Zulassungsverfahren: Wie sich die Regeln für die Aufnahme zum Bachelorstudium im Jahr 2026 ändern werden

![Eine Gruppe von Studenten mit Lehrbüchern geht durch einen Universitäts-Campus, was das Thema der Änderungen bei den Zulassungsregeln für Bachelor-Studiengänge im Jahr 2026 illustriert](https://xab.info/media/2026/07/01/novye-pravila-postupleniya-na-bakalavriat-2026-izmeneniya-v-mont/novye-pravila-postupleniya-na-bakalavriat-2026-izmeneniya-v-mont-1.webp)

Die Zulassungskampagne 2026 in der Ukraine wird nach grundlegend neuen Regeln ablaufen. Das Bildungs- und Wissenschaftsministerium (BWM) hat weitreichende Änderungen bekannt gegeben, die darauf abzielen, bürokratische Verfahren zu vereinfachen und den Auswahlprozess fairer zu gestalten. Die wichtigsten Neuerungen, die die Anzahl der Bewerbungen, das Gewicht der Fächer und die Nutzung von Testergebnissen betreffen, kommentierte der stellvertretende Bildungsminister Nikolai Trofimenko in einem Interview mit RBC-Ukraine.

### Optimierung der Auswahl: Weniger Bewerbungen – höhere Effizienz

Eine der wichtigsten Änderungen ist die Reduzierung des Limits für die Einreichung von Bewerbungen. Während Bewerber zuvor bis zu 15 Optionen wählen konnten, ist die Gesamtzahl der Bewerbungen nun auf zehn begrenzt. Für Studienplätze aus öffentlichen Mitteln können maximal fünf Bewerbungen eingereicht werden.

Die Entscheidung, die Liste der Prioritäten zu kürzen, wurde auf der Grundlage einer Analyse der Statistiken der vergangenen Jahre getroffen. Laut Nikolai Trofimenko wurden die überwiegende Mehrheit der Studierenden – 86 % – an einem der ersten drei Prioritäten zugelassen. Bewerbungen, die die Plätze 11 bis 15 einnahmen, hatten eine Zulassungswahrscheinlichkeit von weniger als 0,5 %. Das neue Regelwerk befreit die Bewerber somit von unnötiger Bürokratie und zwingt sie dazu, sich auf die für sie wirklich wichtigen Studienrichtungen zu konzentrieren.

### Die neue Erfolgsformel: Kreativität gegen Zahlen

Auch die Formel zur Berechnung des Wettbewerbspunktes wurde erheblich korrigiert. Im neuen Algorithmus hat das Gewicht des künstlerischen Wettbewerbs deutlich zugenommen, was besonders für künstlerische Studiengänge relevant ist. Im Gegenzug wurde der Einfluss der Mathematiknote erheblich auf einen Koeffizienten von 0,075 (weniger als 10 %) gesenkt.

Auch das Verfahren zur Einreichung von Dokumenten wurde vereinfacht: Das Instrument, das zuvor ein obligatorischer Bestandteil der Zulassungsbewerbung war, ist nun fakultativ. Das Ministerium begründete dies damit, dass diese Formalität oft keinen realen Einfluss auf die Qualität der Auswahl hatte, den Prozess für die Bewerber jedoch nur erschwerte.

### Flexibilität bei Fristen und neue Möglichkeiten für Absolventen

Bewerbern wurde die Möglichkeit eingeräumt, die Ergebnisse des Nationalen Mehrfachfachtests (NMT) von vier Jahren zu nutzen: 2023, 2024, 2025 oder 2026. Wichtig ist jedoch die neue Einschränkung: Die Kombination von Fächern aus verschiedenen Jahren ist verboten. Für die Berechnung des Wettbewerbspunktes wird der vollständige Satz der Ergebnisse herangezogen, der in einem bestimmten Jahr erzielt wurde.

Besondere Bedingungen gelten für Schulabsolventen aus europäischen Ländern. Sie können nun die Ergebnisse ihrer nationalen Abschlussprüfungen anstelle des ukrainischen NMT verwenden. Darüber hinaus wurde der Zugang zur Zulassung über Bildungszentren für Bewerber erweitert, die in Gebieten mit aktiven Kampfhandlungen und vorübergehend besetzten Gebieten (VOT) leben.

### Die Position des BWM zur Senkung des Zulassungsschnitts

Vor dem Hintergrund der Diskussion über die Reform der Zulassungskampagne wandte sich der Rektorenverband der ukrainischen Hochschulen mit dem Vorschlag an Bildungsminister Oksen Lesny, den Mindestwettbewerbswert für die Zulassung zu Elite-Studiengängen von 150 auf 130 Punkte zu senken. Die Initiative zielte darauf ab, prestigeträchtige Programme zugänglicher zu machen.

Das Bildungs- und Wissenschaftsministerium reagierte schnell auf diesen Vorschlag und erklärte, dass es nicht beabsichtige, den Mindestwettbewerbswert für bestimmte Studiengänge zu überdenken. Die Qualitätsleiste für die Zulassung zu gefragten Richtungen bleibt somit unverändert, trotz der Änderungen im Verfahren zur Einreichung von Dokumenten.