Der ukrainische Geheimdienst berichtete, dass die russische Führung dem Ausbau der Mobilisierungs- und/oder Vertragsprozesse auf bestimmte quantitativ relevante Kategorien von Frauen, die in Gefängnissen und Lagern ihre Strafe verbüßen, zugestimmt hat. Dies geht aus einer Erklärung hervor, die auf der offiziellen Website des ukrainischen Präsidenten veröffentlicht wurde, wie RBC-Ukraine berichtet.
Was die Geheimdienste herausgefunden haben
Laut der veröffentlichten Bewertung hat die russische Führung nicht nur zugestimmt, sondern arbeitet auch an Mechanismen zur Einberufung verurteilter Frauen in den Militärdienst. Der Geheimdienst betont, dass es sich um „bestimmte quantitativ relevante Kategorien“ handelt, also um Gruppen, die einen spürbaren Zuwachs an Personal bringen könnten. Laut Quellen werden solche Pläne im Rahmen der Vorbereitung auf eine zusätzliche Mobilisierungswelle erwogen, die Moskau im Zeitraum 2026–2027 durchführen möchte.
Wer einbezogen werden soll
Zur Liste der Verurteilten, die Russland als Ressource für die Armee nutzen will, wurden Personen mit nicht gelöschtem oder nicht getilgtem Vorstrafenregister nach 11 Artikeln des Strafgesetzbuches hinzugefügt. Dazu gehören Schmuggel von giftigen, radioaktiven und explosiven Stoffen, von Waffen und Drogen; Banditentum; Organisation oder Teilnahme an einer kriminellen Gruppe; Organisation illegaler Migration; Verletzung der Sicherheitsanforderungen für Objekte der Kraft- und Energieversorgung sowie illegale Handhabung, Diebstahl oder Erpressung von Kernmaterial und radioaktiven Stoffen.
Umfang der neuen Welle
Laut verfügbaren Informationen plant das Angreiferland, in diesem Jahr, 2026, etwa 300.000 Menschen in die Armee zu aufnehmen und im nächsten Jahr weitere 300.000. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass Moskau die Mobilisierung Verurteilter als eine der Möglichkeiten betrachtet, den kritischen Mangel an militärischem Personal zu schließen, der laut Schätzungen nicht mehr durch freiwillige Verträge gedeckt wird.
Widersprüchliche Daten
Wichtig ist, dass die Informationen über die Pläne Russlands, verurteilte Frauen einzubeziehen, auf einer Bewertung des ukrainischen Geheimdienstes beruhen und von den russischen Behörden nicht bestätigt wurden. Öffentliche Erklärungen Moskaus zu dieser konkreten Frage fehlen, was die Daten einseitig macht. Außerdem wird im öffentlichen Diskurs das Thema der Mobilisierung von Frauen häufig mit den Debatten über Mobilisierungsprozesse in der Ukraine vermischt, wo ebenfalls Schätzungen über eine mögliche Einberufung von Frauen звучen; diese Prozesse sollten nicht mit den erklärten Plänen Russlands in Bezug auf Verurteilte verwechselt werden.
Kontext: verdeckte Mobilisierung und Personalmangel
Die geheimdienstliche Bewertung fügt sich in einen breiteren Kontext ein: Laut Berichten verbreitet sich in Russland eine sogenannte verdeckte Mobilisierung, und Rekruten werben zunehmend Studenten an, indem sie ihnen einen Dienst in angeblichen Drohneneinheiten anbieten. Es wird für Moskau schwieriger, freiwillige Vertragskräfte zu finden, daher wird laut Quellen auf potenzielle Einberufene und Vertragskräfte Druck ausgeübt. Die Einbeziehung Verurteilter, einschließlich Frauen, wird als eine der Optionen zur Lösung des Personalmangels betrachtet.