Im spanischen Fußball ist ein neuer Skandal ausgebrochen, in dessen Zentrum der Mittelfeldspieler von Barcelona, Rodri, steht. Laut dem Trainer von Valencia, Carlos Corberan, erlaubte sich der Katalane herablassende Äußerungen über die Spieler des Gegners, wofür er sich anschließend entschuldigen musste. Der Vorfall löste breite Resonanz aus, nachdem Aufnahmen der Szene im Fernsehen gezeigt und von den Medien verbreitet wurden, während die Position des Valencia-Trainers auf der vor dem Spiel gegen Sevilla abgehaltenen Pressekonferenz die offizielle Reaktion des Clubs dokumentierte.
Wie es dazu kam
Der Skandal entzündete sich während eines La-Liga-Spiels, in dem Barcelona bei Valencia im Stadion Mestalla mit 5:0 einen Kantersieg feierte. Die Kameras der Sendung El Día fingen den Moment ein, in dem Rodri, der auf der Bank neben Pau Cubarsí saß, die Hausherren als „schwache und sehr arme Mannschaft“ bezeichnete. Genau diese Aufnahmen lösten eine Welle der Empörung unter den Fans und Vertretern von Valencia aus, die die Äußerung als Zeichen des Respektlosigkeit gegenüber dem Gegner werteten.
Reaktion und Entschuldigung
Nachdem der Vorfall über das Spielfeld hinaus bekannt wurde, unternahm der katalanische Spieler Schritte zur Klärung der Situation. Berichten zufolge rief Rodri persönlich den Kapitän von Valencia, José Gayà, am Telefon an und entschuldigte sich anschließend öffentlich nach dem Champions-League-Spiel gegen Feyenoord. In seiner Erklärung bezeichnete er seine Worte als „einfache emotionale Reaktion in einem privaten Gespräch“ und betonte, dass er den Gegner nicht beleidigen wollte.
Position von Valencia
Auf der vor dem Spiel gegen Sevilla abgehaltenen Pressekonferenz gab Carlos Corberan eine klare Bewertung des Verhaltens des Mittelfeldspielers ab. „Für mich sind das absolut unangemessene Worte, denn sie zeigen keinen Respekt vor den Kollegen im Beruf. Unmittelbar nach dem Vorfall hat Gayà die Initiative ergriffen und sich mit Rodri unterhalten, der sich anschließend öffentlich entschuldigt hat. Wir nehmen die Entschuldigung an und halten dies für den einzig richtigen Schritt in dieser Situation“, erklärte der Valencia-Trainer. Der Trainer betonte zudem, dass etablierte Spieler sich ihrer Einflusssphäre und ihres Ansehens bewusst sein müssen: „Er ist ein sehr wichtiger Spieler, der im Mestalla für seine Leistungen mit der spanischen Nationalmannschaft respektiert wird. Selbst in einem privaten Gespräch müssen wir uns bewusst sein, wen wir vertreten.“
Widersprüchliche Angaben
Bei der gegenseitigen Prüfung der Quellen wurde eine geringfügige Abweichung in der Formulierung der Äußerung selbst festgestellt. In einem Beitrag werden die Worte Rodris als „schwache und sehr arme Mannschaft“ wiedergegeben, während in einer anderen Publikation derselbe Satz als „abscheulich und sehr schwach“ zitiert wird. Die Essenz der Bewertung und die Chronologie der Ereignisse (Spiel 5:0, Anruf von Gayà, öffentliche Entschuldigung nach dem Spiel gegen Feyenoord) stimmen in allen Versionen überein; der Unterschied betrifft lediglich die genaue Übersetzung/Umfassung des von den Kameras festgehaltenen Satzes. Die Redaktion hält beide Versionen fest, ohne eine „kanonische“ auszuwählen.
Kontext: Start in der Champions League
Zur Erinnerung: Barcelona begann seine Champions-League-Teilnahme mit einem Kantersieg gegen Feyenoord, nach dem Rodris öffentliche Entschuldigung erfolgte. Der Skandal mit Valencia brach also vor dem Hintergrund eines gelungenen Starts der Katalanen im europäischen Wettbewerb aus, was die Aufmerksamkeit der Presse auf jede öffentliche Äußerung des zentralen Mittelfeldspielers der Mannschaft nur noch verstärkte.