In der Nacht zum 3. Juli war die Fußballwelt Zeuge eines der dramatischsten Spiele in der Geschichte der Weltmeisterschaften. Das Achtelfinalspiel zwischen Portugal und Kroatien, das erste dieser beiden Nationalmannschaften in der WM-Geschichte, entwickelte sich zu einem echten Thriller mit einem Showdown in den letzten Sekunden. In einem anderen Spiel des Tages setzte sich die Schweizer Nationalmannschaft souverän gegen Algerien durch und sicherte sich den Platz in der nächsten Runde des Turniers.

Das Duell der Titanen: Portugal gegen Kroatien

Die erste Halbzeit verlief im Zeichen der Portugiesen, doch die Führung erzielten die Gastgeber. In der 53. Minute köpfte Ivan Perišić einen Abstoß von Josip Stanišić ein und gab den Kroaten die Führung. Kurz darauf erzielte Matanović das zweite Tor, doch die Schiedsrichter gaben das Tor wegen Abseits nicht.

Hauptdarsteller des Abends war der portugiesische Kapitän Cristiano Ronaldo. Zwar wurde ihm zunächst ein Tor nicht gegeben, doch in der 68. Minute verwandelte der 41-jährige Stürmer kühn einen Elfmeter und egalisierte das Spiel. Der entscheidende Moment kam in der 90.+4. Minute: Gonçalo Ramos brachte Portugal nach einer Vorlage von Rafael Leão in Führung.

Technologie gegen Intuition: Das annullierte Tor von Gvardiol

Die wahnsinnige Wendung ereignete sich in der 90.+13. Minute. Der kroatische Verteidiger Joško Gvardiol schoss den Ball ins Netz und schien das Spiel damit in die Verlängerung zu bringen. Doch eine neue Mikrochip-Technologie, die aus dem Cricket übernommen wurde, registrierte einen kaum wahrnehmbaren Ballkontakt von Igor Matanović während des Angriffs. Dies stellte Gvardiol automatisch in Abseits – das Tor wurde annulliert und Portugal behielt den Sieg.

Schweiz: Souveräner Triumph und historischer Rekord

Im anderen Nachtspiel setzte sich die Schweizer Nationalmannschaft souverän gegen Algerien durch. Die Europäer stellten alle Fragen mit zwei frühen Toren zu Beginn jeder Halbzeit. Bereits in der 10. Minute traf Breel Embolo nach einer Vorlage von Johann Manjambo. In der ersten Minute der zweiten Halbzeit nutzte Dan Ndoye einen Fehler der algerischen Abwehr und verdoppelte mit einem kräftigen Schuss an den linken Pfosten die Führung.

Der Sohn des legendären Zinedine Zidane – Luka Zidane, der das algerische Tor hütete, konnte sein Team nicht retten. Dank dieses Erfolgs zog die Schweiz zum vierten Mal in Folge ins Viertelfinale der Weltmeisterschaften ein. Bei den drei vorherigen Weltmeisterschaften schieden die Schweizer genau in dieser Runde aus.

Nächste Gegner: Superduell und das Los

Die portugiesische Nationalmannschaft bildete ein Superduell im Viertelfinale, in dem ihr Gegner Spanien sein wird, das am Vortag Österreich mit 3:0 vernichtend geschlagen hatte. Dieses Mega-Spiel findet am Montag, dem 6. Juli, um 22.00 Uhr (Kiewer Zeit) statt.

Die Schweiz wird ihren nächsten Gegner in der Nacht zum Samstag, dem 4. Juli, erfahren – es wird der Sieger des Duells zwischen den Nationalmannschaften Kolumbiens und Ghanas sein.