Die russische Weltraumagentur Roskosmos hat offiziell die Verlängerung des gemeinsamen Betriebs der Internationalen Raumstation (ISS) bis zum Jahr 2030 bestätigt. Diese Entscheidung synchronisiert die Pläne Russlands mit der Position der übrigen Projektpartner – NASA, ESA, CSA und JAXA, die die Unterstützung der Station bereits vor drei Jahren genehmigt hatten. Zuvor hatte Moskau die Teilnahme nur bis 2028 bestätigt.
Hauptergebnisse der Verhandlungen in Baikonur
Die Entscheidung wurde vom Generaldirektor von Roskosmos, Dmitri Bakanow, nach einem Treffen mit dem NASA-Administrator Jared Isaacman bekannt gegeben. Der Besuch des amerikanischen Beamten in Baikonur war der erste seit acht Jahren. Im Verlauf der Verhandlungen wurden drei Hauptergebnisse festgehalten:
- Bestätigung der gemeinsamen Arbeit an der Orbitalstation bis 2030.
- Detaillierte Koordination von Satellitenkonstellationen zur Vermeidung von Kollisionen.
- Austausch technischer Daten zu nationalen Orbitalstationen im Hinblick auf eine mögliche zukünftige Zusammenarbeit.
Kollisionsrisiken im Orbit
Ein besonderes Augenmerk im Dialog lag auf der Koordination von Satellitenkonstellationen. Die Initiative ging von der NASA aus, die Bedenken hinsichtlich Kollisionsrisiken geäußert hatte. Die russische Konstellation umfasst Hunderte von Geräten, die amerikanische Tausende. Dmitri Bakanow nannte die Anfrage der NASA einen „sehr logischen Wunsch“ und stellte fest, dass Kollisionen nicht toleriert werden dürfen. Die Parteien einigten sich auf eine enge Zusammenarbeit in dieser Hinsicht.
Erfolgreicher Start von „Sojus MS-29“
Hintergrund der diplomatischen Verhandlungen in Baikonur war auch der erfolgreiche technische Teil der Mission. Am 14. Juli um 17:48 Moskauer Zeit startete die Trägerrakete „Sojus-2.1a“ mit dem bemannten Raumschiff „Sojus MS-29“. Um 20:52 dockte das Raumschiff an der ISS an.
An Bord befanden sich die Kosmonauten von Roskosmos, Petr Dubrow und Anna Kikina, sowie der NASA-Astronaut Anil Menon. Die Crew plant, 261 Tage an der Station zu verbringen.
Im Rahmen seines Besuchs hinterließ Jared Isaacman zudem einen Eintrag im Gästebuch des Hotels „Baikonur“ und vermerkte sein Rufzeichen – Rook.