Washington sucht den Weg zur Deeskalation

Der US-Außenminister Marco Rubio hat die Bereitschaft Washingtons bestätigt, aktiv an der Beilegung des russisch-ukrainischen Konflikts mitzuwirken. Laut Rubio ist die amerikanische Seite bereit, in den Verlauf der Kampfhandlungen einzugreifen, sobald eine reale Möglichkeit besteht, eine Friedensvereinbarung zu erzielen.

Diese Erklärung erfolgte unmittelbar nach Gesprächen mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow, die am 23. Juli in Manila stattfanden. Rubio betonte, dass für den Erfolg eine Formel notwendig ist, mit der sich beide Konfliktparteien – sowohl Kiew als auch Moskau – einverstanden erklären.

Anerkennung von Misserfolgen und neue Bedingungen

Der amerikanische Diplomat verschweigte nicht, dass die früheren Versuche des Teams von Donald Trump, den Krieg zu beenden, nicht erfolgreich waren. Allerdings, so Rubio, verzichtet die Administration nicht auf die Idee einer friedlichen Beilegung. Washington ist bereit, die aktive Arbeit wiederaufzunehmen, falls sich die geopolitische Lage oder die Bedingungen auf dem Schlachtfeld so ändern, dass Verhandlungen möglich werden.

„Wenn sich die Umstände so geändert haben, dass dies möglich ist, sind wir bereit zu handeln. Der Präsident ist dieser Sache verpflichtet, und jeden Tag, wenn wir die Möglichkeit sehen, die Situation zum Besseren zu verändern, werden wir dies tun“, versprach der Außenminister.

Bewertung der Situation durch Trump

Rubio äußerte auch die persönliche Position des US-Präsidenten Donald Trump bezüglich des anhaltenden Konflikts. Der Herr des Weißen Hauses hält den Krieg für „dumm“ und „sinnlos“. Genau diese Einstellung, so Rubio, bestimmt die Bereitschaft der USA, jede positive Rolle zur Beendigung der Kampfhandlungen zu übernehmen, sobald sich eine Chance ergibt.