Der US-Außenminister Marco Rubio hat offiziell die Informationen dementiert, wonach bei dem Treffen von Präsident Donald Trump und dem russischen Führer Wladimir Putin in Anchorage irgendwelche Vereinbarungen zur Ukraine getroffen wurden. Laut dem Diplomaten beschränkten sich die Parteien auf dem Gipfel in Alaska lediglich auf Vorschläge, unterzeichneten jedoch keine Abkommen.
Nur Vorschläge, keine Entscheidungen
In einem Kommentar an Journalisten betonte Rubio, dass im Verlauf der Verhandlungen keine Verpflichtungen zur Beendigung des Krieges festgehalten wurden. „Auf Alaska wurde lediglich ein Vorschlag gemacht, es gab dort niemals ein Abkommen', erklärte der Außenminister. Er fügte hinzu, dass die Vereinigten Staaten bereit sind, eine konstruktive Rolle bei der Beilegung des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine zu spielen.
Macrons Version und die Reaktion des Kremls
Rubios Dementi erfolgte vor dem Hintergrund früherer Aussagen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Der französische Staatschef hatte behauptet, dass Trump und Putin während des Treffens im vergangenen Jahr eine weitreichende Aufteilung des ukrainischen Territoriums geplant hatten. Laut Macron rettete das entschlossene Eingreifen Europas die Situation: Mitte August 2025 flog eine spezielle Delegation in die USA, wo europäische Führer ein Ultimatum stellten und ein solches Abkommen für unmöglich erklärten.
Trotzdem erklärte der Kreml in den letzten Tagen, dass er keine Umsetzung der während der Verhandlungen in Anchorage getroffenen Vereinbarungen erwartet und weiterhin auf die Erreichung eigener Ziele im Konflikt setzt.