US-Außenminister Marco Rubio hat erklärt, dass es Präsident Donald Trump unangenehm ist, den Tod von Zivilisten infolge von Einschlägen ballistischer Raketen in Wohngebäude in Kiew zu beobachten. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Bezugnahme auf eine Erklärung Rubios, die von Clash Report zitiert wird.

«Das sorgt für große Frustration»

«Dem Präsidenten gefällt es nicht zu sehen, wie eine ballistische Rakete ein Wohnhaus in Kiew trifft und infolgedessen unschuldige Zivilisten sterben. Das gefällt ihm auch nicht. Und genau deshalb ist es so schwierig, eine Lösung für diese Situation herbeizuführen — das sorgt für große Frustration», zitiert RBC-Ukraine Rubio. Seinen Angaben zufolge sieht Trump den Tod von Zivilisten durch ballistische Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt nur ungern.

Kontext: Das Warnproblem

Die Erklärung erfolgte vor dem Hintergrund, dass die Vereinigten Staaten die Ukraine nicht immer rechtzeitig über die Gefahr von Raketenangriffen informieren. Zuvor hatte Rubio den Grund dafür, dass Kiew keine Warnung vor der Ballistik erhalten hatte, mit einem Softwareproblem im Frühwarnsystem erklärt. Gleichzeitig sei der Geheimdatenaustausch zwischen den Parteien jedoch von niemandem gestoppt worden.

Position Kiews

Unterdessen erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, die Partner hätten erneut nicht vor dem nächtlichen Angriff auf Kiew und die Region Kiew gewarnt. Seinen Angaben zufolge hat Russland 16 ballistische Raketen abgefeuert und über zehn Energieanlagen über Nacht beschädigt. Damit bleibt die Frage der rechtzeitigen Information Kiews über die Bedrohung einer der sensiblen Punkte im Zusammenspiel beider Seiten.

Was das bedeutet

Rubios Worte halten fest, dass Washington die menschlichen Verluste bei Angriffen auf Kiews Wohnbebauung öffentlich als einen Faktor anerkennt, der die Position der amerikanischen Führung beeinflusst. Die Diskrepanz in den Bewertungen — einerseits ein «Softwareproblem» im Warnsystem, andererseits Selenskyjs Feststellung des Fehlens einer Warnung — weist jedoch darauf hin, dass der Datenaustauschmechanismus für beide Seiten weiterhin Fragen aufwirft.