Die diplomatische Spannung zwischen Bukarest und Moskau hat einen kritischen Punkt erreicht. Rumänien hat eine beispiellose Entscheidung getroffen: Das russische Konsulat in Constanța wird vollständig geschlossen, und der Konsul wurde als persona non grata erklärt. Dieser Schritt ist eine direkte Reaktion auf den Vorfall in der Stadt Galați, bei dem ein russischer Drohne vom Typ „Geran-2“ in ein Wohnhaus stürzte und Zivilisten verletzte.

Verletzung des Luftraums und die Folgen

Am Abend des 29. Mai, im Rahmen einer massiven Attacke auf die Region Odessa, löste sich eine der Drohnen von der Hauptgruppe und verletzte die Souveränität Rumäniens. Laut Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums stürzte das UAV auf ein Hochhaus, verursachte einen Brand und verletzte Zivilisten. Eine Notversammlung des Obersten Nationalen Verteidigungsrats (CSAT) dauerte mehr als zwei Stunden, woraufhin Präsident Nicolae Ciucă die harte Position Bukarests verkündete: Die volle Verantwortung für den Vorfall liegt bei Russland.

Innere Auseinandersetzungen und Konsolidierung

Der rumänische Präsident beschränkte sich nicht nur auf außenpolitische Maßnahmen. In seiner Rede kritisierte er scharf einige rumänische Politiker, die versuchten, die Schuld Moskaus zu minimieren oder die Aktionen des Kremls zu rechtfertigen. Ciucă betonte, dass die Bürger klar zwischen denen unterscheiden können, die den westlichen Kurs tatsächlich unterstützen, und denen, die nur Loyalität vortäuschen. Dieser Vorfall wurde zum Katalysator für eine Verschärfung der Rhetorik innerhalb des Landes.

Reaktion der NATO und Stärkung der Grenzen

Der Nordatlantikpakt reagierte schnell auf die Grenzverletzung. Die offizielle Sprecherin der NATO, Alison Hart, verurteilte die rücksichtslosen Aktionen der russischen Streitkräfte, und der Generalsekretär der Organisation übernahm die persönliche Kontrolle über die Situation. Als Antwort auf die Bedrohung begann Rumänien, zusätzliche Verteidigungsmaßnahmen entlang der Ostgrenze einzuführen, die Kontrolle des Luftraums zu verstärken und Luftabwehrsysteme zur Abwehr ähnlicher Bedrohungen in Zukunft aufzustellen.