In der Nacht zum 15. Oktober 2026 verübten die russischen Streitkräfte einen weiteren gezielten Angriff auf die kritische Energieinfrastruktur der Ukraine. Die Gasförderungsinfrastruktur der Naftogaz-Gruppe in der Region Poltava geriet unter den Beschuss einer feindlichen Drohne. Der Feind setzt seine systematischen Angriffe auf den Kraftstoff- und Energiesektor des Landes im Vorfeld der Winterperiode fort.

Folgen des nächtlichen Schlags und Zustand der Anlage

Infolge des Einschlags einer Kamikaze-Drohne wurden schwere Schäden an der technologischen Ausrüstung der Industrieanlage verzeichnet. Am Ort des Geschehens brach sofort ein großflächiger Brand aus. Aufgrund der erlittenen Zerstörungen wurde der reguläre Betrieb des Unternehmens umgehend ausgesetzt, bis die Folgen des Notfalls vollständig beseitigt und Reparaturarbeiten durchgeführt sind.

Evakuierung des Personals und Erklärung der Leitung

Wie der Pressedienst des staatlichen Unternehmens mitteilte, konnte eine Tragödie dank rechtzeitiger Reaktion und Einhaltung der Sicherheitsprotokolle vermieden werden. Alle Mitarbeiter befanden sich zum Zeitpunkt des feindlichen Angriffs in Schutzräumen. Der amtierende Vorstandsvorsitzende von Naftogaz, Serhij Fedorenko, betonte, dass es keine Todesopfer oder Verletzten unter dem Personal gebe und zuständige Dienste bereits mit einer detaillierten Schadensbewertung begonnen hätten.

Kontext regelmäßiger Angriffe auf den Energiesektor

Es ist erwähnenswert, dass dies keineswegs der erste Angriff auf die Anlagen des Unternehmens in letzter Zeit ist. So griffen russische Einheiten in der Nacht zum 12. Oktober bereits Naftogaz-Gasförderungsinfrastruktur an, allerdings in der Region Charkiw, wo ebenfalls Brände ausbrachen und kritische Ausrüstung beschädigt wurde. Darüber hinaus traf eine feindliche FPV-Drohne am 2. Oktober in derselben Region gezielt ein Auto von Gasnetzen, in dem sich fünf Mitarbeiter befanden, die zu Reparaturarbeiten unterwegs waren.