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title: "Kapitalflucht und Hoffnungen: Warum Russen im Jahr 2026 massenhaft Immobilien im Ausland kaufen"
description: "Russen kaufen massenhaft Immobilien im Ausland: Die Nachfrage stieg um 20 % vor dem Hintergrund von Mobilisierungsgerüchten und der Internetsperre in Sankt Petersburg. Wohin fliehen die Investoren und warum lehnen Vertragsoldaten den Kriegsdienst ab? 🏠🚀🇷🇺"
date: 2026-07-11T03:32:00.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Kapitalflucht und Hoffnungen: Warum Russen im Jahr 2026 massenhaft Immobilien im Ausland kaufen

![Reihe junger russischer Wehrpflichtiger in Tarnuniform, die den demografischen Abfluss und die Suche nach Sicherheit im Ausland im Jahr 2026 symbolisieren](https://xab.info/media/2026/07/11/rossiane-massovo-skupayut-nedvizhimost-za-granicey-v-2026-godu/rossiane-massovo-skupayut-nedvizhimost-za-granicey-v-2026-godu-1.webp)

Der russische Immobilienmarkt schien alle Erschütterungen der letzten Jahre überstanden zu haben, doch das Jahr 2026 brachte eine unerwartete Wendung. Nach einer mehrjährigen Pause begannen Bürger der Russischen Föderation erneut, sich aktiv für den Kauf von Wohnraum im Ausland zu interessieren. Statistiken verzeichnen einen steilen Anstieg der Nachfrage, den Experten mit der Verschärfung der geopolitischen Lage und der Angst vor neuen Wellen der Mobilisierung in Verbindung bringen.

### Statistik der Panik: Zahlen, die für sich selbst sprechen

Laut Daten, die von der Zeitung „Kommersant“ veröffentlicht und von RBK-Ukraine nachgereicht wurden, stieg die Nachfrage nach ausländischen Immobilien im ersten Halbjahr 2026 um 20 % im Vergleich zum zweiten Halbjahr des Vorjahres. Wenn man die versteckten Anfragen berücksichtigt, die über VPN und aus dem Ausland laufen, sieht das reale Bild noch dramatischer aus: Der Anstieg betrug 25 % im Vergleich zum Vorhalbjahr und 20 % im Jahresvergleich.

Immobilienanalysten in Russland verschweigen die Gründe für diesen Sprung nicht. Ihrer Meinung zufolge zwingt die angespannte Lage die Käufer, nach einer „Notlandebahn“ zu suchen. Die Hoffnungen auf eine friedliche Beilegung des Konflikts, die zuvor mit dem Amtsantritt von Donald Trump verbunden waren, erfüllten sich nicht. Stattdessen setzten ukrainische Drohnen ihre Angriffe auf russische Städte fort, und im Informationsraum begannen Gerüchte über eine neue Mobilisierung zu dominieren.

### Informationsvakuum und Gerüchte über die Einberufung

Oppositionelle Telegram-Kanäle und unabhängige Medien wie The Moscow Times berichten von der Vorbereitung des Kremls auf massive Personalverstärkungen der Armee. Laut Quellen, die den „Turbo-Patrioten“ nahe stehen, könnte die Mobilisierung bereits im Oktober, unmittelbar nach den Wahlen zur Staatsduma, ausgerufen werden. Das Verteidigungsministerium bereitet angeblich bereits Übungsplätze für die Aufnahme von Rekruten vor, und die für die Einberufung Verantwortlichen haben entsprechende Anweisungen erhalten.

Ein Signal dafür, dass die Situation außer Kontrolle gerät, war die Abschaltung des mobilen Internets in Sankt Petersburg. In der Stadt funktionieren nun nur noch Websites aus der „Weißen Liste“. Experten werten dies als präventive Maßnahme des Kremls, um die Russen im Falle einer Einberufung vom operativen Informationsaustausch abzuschneiden. Die Isolation der Bevölkerung treibt den Wunsch der Bürger, im Ausland Zuflucht zu suchen, nur noch weiter an.

### Wohin fliehen die Russen: Nachfrageführer

Der Anstieg der Anzahl von Transaktionen mit Objekten im Ausland ist genau auf den Wunsch der Bürger der Russischen Föderation zurückzuführen, sich einen sicheren Wohnort zu sichern. Die Statistik zeigt deutliche Präferenzen der Käufer:

- **Georgien:** Die Nachfrage nach Immobilien hat sich hier innerhalb eines Jahres verdoppelt.

- **Zypern:** Der Anstieg der Anfragen betrug beachtliche 63 %.

- **Griechenland:** Das Interesse an Immobilien stieg um 46 %.

- **Führer in Bezug auf die Anzahl der Anfragen (Januar–Juni):** Türkei, VAE und Thailand.

Diese Länder werden zu den Hauptzielen für diejenigen, die vor der Eskalation des Konflikts und der inneren Instabilität fliehen.

### Rekrutierungskrise: Warum Vertragsoldaten verschwinden

Parallel zur Flucht der Bürger ins Ausland wird in Russland eine Rekrutierungskrise beobachtet. Innerhalb eines Jahres sank die Zahl derjenigen, die bereit sind, gegen die Ukraine zu kämpfen, um 20 %. Im ersten Quartal 2026 erhielten nur 71.200 Personen Einmalboni für die Unterzeichnung eines Vertrags mit dem Verteidigungsministerium. Diese Zahl reicht nicht aus, um die Verluste an der Front auszugleichen, was die Führung des Landes wahrscheinlich dazu treibt, die Informationsbedingungen für die Wiederaufnahme der Einberufung von Reservisten zu schaffen.

Das Jahr 2026 wurde somit zu einem Wendepunkt: Anstatt auf Stabilisierung zu hoffen, wählen die Bürger eine Überlebensstrategie und investieren in Immobilien im Ausland, solange sie noch die Möglichkeit dazu haben.