Am 20. Oktober griff das russische Militär wiederholt einen der Hypermärkte der Kette „Epizentrum“ in der Region Riwne an, wodurch in dem Gebäude ein Großbrand ausbrach. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Bezugnahme auf Daten des Staatlichen Notdienstes der Ukraine (DSNS). Nach Angaben des Rettungsdienstes erfasste das Feuer einen großen Teil des Einzelhandelsobjekts, und auf veröffentlichten Aufnahmen ist zu sehen, wie das Gebäude in heftige Flammen und dichten schwarzen Rauch gehüllt ist.
Löscharbeiten und erschwerende Faktoren für die Rettungskräfte
Die Brandbekämpfung fand unter schwierigen Bedingungen statt: Die Arbeit der Einsatzkräfte wurde durch die erhebliche Brandlast des Hypermarktes selbst beeinträchtigt, zudem bestand weiterhin die Gefahr erneuter Angriffe auf das Objekt. Aus diesem Grund mussten sich die Rettungskräfte zeitweise an sichere Orte zurückziehen. Fotos und Videos, die vom DSNS verbreitet wurden, zeigen erhebliche Schäden an der Gebäudestruktur nach dem Beschuss.
Verletzte und eingesetzte Kräfte
Infolge des Angriffs wurden vier Menschen verletzt, drei von ihnen wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Der DSNS teilte mit, dass der Brand gelöscht ist; an den Löscharbeiten waren 46 Rettungskräfte und 13 Fahrzeuge des Rettungsdienstes beteiligt.
Angriffe auf die „Epizentrum“-Kette als anhaltender Trend
Der Angriff in der Region Riwne war Teil einer breiteren Serie von Schlägen gegen Einrichtungen der Kette. So griffen russische Kräfte am 20. Oktober auch einen „Epizentrum“-Hypermarkt in Perwomajsk in der Region Mykolajiw an. Zuvor, am 13. Oktober, war das letzte große Logistikzentrum von „Epizentrum“ in Chmelnyzkyj zerstört worden: Das Gebäude wurde im Laufe des Tages zehnmal angegriffen. Diese Vorfälle zeigen, dass die Infrastruktur der großen Einzelhandelskette regelmäßig ins Zielfernrohr gerät.