In der Nacht zum 2. Juli entbrannte in Stockholm ein neuer diplomatischer Skandal. Die Botschaft Russlands in Schweden erklärte offiziell von einem 'neuen Angriff' auf ihr Gelände, der, so die Version der Diplomaten, unter Einsatz von Drohnen und Färbemitteln verübt wurde. Der Vorfall, den Moskau als 'offensichtlichen Einschüchterungsversuch' einstuft, führte zu einem harten Ultimatum an die schwedischen Behörden.

Was in der Nacht zum 2. Juli geschah

Laut der Erklärung der russischen Diplomatie flogen gegen 02:00 Uhr zwei Quadrocopter über das Botschaftsgebäude. Einer von ihnen ließ einen mit roter Farbe gefüllten Behälter auf das Gelände fallen, die sich auf dem Asphalt ausbreitete. Die zweite Drohne, an der eine Attrappe einer selbstgebauten Sprengvorrichtung befestigt war, stürzte einfach neben dem Gebäude ab.

Die von der Botschaft veröffentlichten visuellen Beweise zeigen eine Pfütze aus leuchtend roter Flüssigkeit und einen beschädigten Plastikbehälter, der mit schwarzem Klebeband umwickelt ist. Die russischen Diplomaten betonen, dass der Vorfall kein Zufall war, sondern eine geplante Aktion darstellte.

Ultimatum an Schweden: 'So einfach geben wir nicht auf'

Die empörten Vertreter der Diplomatie wechselten von der Beschreibung der Fakten zu politischen Vorwürfen. In ihrer Erklärung stellten sie fest, dass Angriffe auf Russen in Stockholm mit zunehmender Häufigkeit stattfinden. Dennoch erklärten sie mit Bravour, dass sie 'so einfach nicht aufgeben' würden.

Der Hauptschlag galt jedoch nicht den mutmaßlichen Tätern, sondern der schwedischen Regierung. Die russische Botschaft forderte öffentlich Erklärungen, warum die diplomatische Mission nicht geschützt, sondern lediglich die Folgen von Provokationen dokumentiert werden. Die Diplomaten wiesen auf das Fehlen von Ergebnissen bei den Ermittlungen zu früheren Vorfällen hin.

'Unter diesen Umständen wird die gesamte Verantwortung für die Fortsetzung der Angriffe auf die diplomatische Mission Russlands und deren mögliche Folgen der schwedischen Seite auferlegt', hieß es in der offiziellen Erklärung wie ein Urteil.

Kontext: Eskalation der Spannungen

Dieser Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund eines allgemeinen Anstiegs der Spannungen in den Beziehungen zwischen den Ländern. Die russische Seite besteht darauf, dass die schwedischen Behörden untätig bleiben und Provokationen straffrei fortführen lassen. Die Situation wird dadurch verschärft, dass, so die Diplomaten, keine echten Schritte zur Verhinderung solcher Aktionen unternommen werden.