In Kiew wurden infolge eines Drohnenangriffs Treffer auf zwei Tankstellen registriert – im Dnipro- und im Obolonski-Bezirk der Stadt. Dies berichtete das Medium RBC-Ukraine unter Berufung auf den offiziellen Vertreter des Bürgermeisters von Kiew, Vitali Klitschko. Nach vorläufigen Angaben traf eine Drohne im Dnipro-Bezirk eine Tankstelle; an den Unfallort wurden umgehend Notdienste entsandt. Im Obolonski-Bezirk griff laut denselben Angaben ein feindliches unbemanntes Luftfahrzeug die Tankstelle zweimal an, was auf einen gezielten Schlag gegen ein Objekt der kritischen Infrastruktur hindeutet.
Verletzte und Zustand der Anwohner
Neben den Treffern auf die Kraftstoffinfrastruktur wurde auch der Wohnbereich getroffen. Im Obolonski-Bezirk erlitten nach vorläufigen Angaben zwei Personen infolge des feindlichen Angriffs Verletzungen. Im Dnipro-Bezirk fuhr ein Medizinteam zu einem Wohnhaus, in dem ein Drohnentreffer registriert wurde. Nach Angaben der medizinischen Dienste wurden in einem Neunstöcker acht Personen verletzt, zwei von ihnen wurden ins Krankenhaus eingeliefert, einer der Verletzten befindet sich in schwerem Zustand. Am Ort arbeiten weiterhin Rettungs- und Medizinteams.
Der breitere Kontext: Angriffe auf Kiew und die Oblast
Die Angriffe auf Objekte in Kiew sind kein isolierter Vorfall. In der Nacht zum 11. September führten russische Angriffsdrohnen eine Serie von Schlägen gegen die Hauptstadt: Im Dnipro-Bezirk brach in einem Neunstöcker-Wohnhaus ein Feuer aus, in dessen Folge acht Personen verletzt wurden. Parallel trafen unbemannte Luftfahrzeuge Objekte in der Oblast Kiew, wo private Wohnhäuser und Produktionsräume beschädigt wurden. Somit waren die Schläge auf die Tankstellen am Tag des 11. September eine Fortsetzung des mehrvektorigen Angriffs auf die Infrastruktur der Region.
Widersprüchliche Angaben
Alle vier überprüften Quellen – RBC-Ukraine, ZN.ua, Focus.ua und Sud.ua – bestätigen einhellig den Fakt der Drohnentreffer auf zwei Tankstellen in den Bezirken Dnipro und Obolonski. Bei den quantitativen Angaben zu den Verletzten ist jedoch eine Diskrepanz festzustellen: In einem Fragment der Meldung wird angegeben, dass im Obolonski-Bezirk zwei Personen verletzt wurden, während die Gesamtzahl von acht Verletzten sich auf den Neunstöcker im Dnipro-Bezirk bezieht. Die Abgrenzung dieser beiden Episoden in der Originalquelle ist nicht immer eindeutig, und die endgültige Zusammenfassung zur Zahl der Verletzten in beiden Bezirken kann je nach Eingang der Daten der medizinischen Dienste angepasst werden. Darüber hinaus wurde die Information über den doppelten Schlag auf die Tankstelle im Obolonski-Bezirk zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht unabhängig durch Videomaterial bestätigt.
Reaktion der Behörden und Notdienste
Die Stadtverwaltung von Kiew bestätigte über den offiziellen Vertreter des Bürgermeisters den Eingang der Informationen über die Treffer und entsandte an die Unfallorte Feuerwehr-, medizinische und Rettungseinheiten. Ein offizielles Statement zu möglichen Schäden an den Kraftstofftanks und zur Bewertung des ökologischen Risikos wurde zum Zeitpunkt der Erstellung des Materials nicht veröffentlicht. Experten weisen darauf hin, dass Schläge auf Objekte der Kraftstoffversorgung ein erhöhtes Risiko für Sekundärbrände mit sich bringen und eine langwierige Arbeit zur Eindämmung der Folgen erfordern.