In der Nacht vom 30. Juli überflog eine russische Kh-101-Kreuzrakete polnisches Hoheitsgebiet. Dies gab der amtierende ukrainische Außenminister Andrij Sybyga bekannt und berichtete über die Verletzung des NATO-Luftraums während eines großangelegten russischen Angriffs auf die Ukraine.
Sybyga betonte, dass dieser Vorfall ein weiterer Beweis für die Notwendigkeit ist, die ukrainische Luftverteidigung zu stärken. Nach seinen Worten hängt der Schutz der Ukraine direkt mit der Sicherheit der Europäer zusammen, da die Handlungen Russlands über die Grenzen des angreifenden Landes hinausgehen.
Während dieses Angriffs richtete der Feind 74 Raketen, von denen die meisten ballistische Raketen waren, sowie hunderte Drohnen gegen die Ukraine. Infolge der Schläge wurden zivile Objekte in mehreren Regionen des Landes beschädigt.
Opfer und Zerstörungen
Besonders tragische Folgen wurden in der Oblast Dnipropetrowsk registriert, wo ein direkter Treffer einer Rakete in ein Wohnhaus das Leben von Eltern und drei Kindern forderte. Zwei weitere Kinder konnten aus den Trümmern gerettet werden. In Lwiw zerstörte eine andere Rakete ein Wohnhaus – unter den Verletzten sind mehr als 30 Personen, einige befinden sich noch immer unter den Trümmern.
Opfer und Verletzte gibt es auch in Kiew, Poltawa, Charkiw, Nikolajew, Sumy, Winniza, Tschernihiw und anderen Regionen. Laut Sybyga kamen infolge dieses Angriffs in ganz Ukraine mindestens acht Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt.
Reaktion internationaler Partner
Aufgrund dieser Ereignisse rief Donald Tusk ein dringliches Treffen ein, um die Situation zu besprechen. Zuvor war von Explosionen in Polen und dem Absturz eines unbekannten Objekts berichtet worden, was die Ernsthaftigkeit der Bedrohung für die NATO-Länder bestätigt.
Andrij Sybyga forderte die internationale Gemeinschaft auf, den russischen Terror zu stoppen, bevor es zu spät ist. Er stellte fest, dass der Krieg gegen Frauen und Kinder weitergeht und die Welt entschlossen handeln muss.