Am Morgen des 6. Juli griffen russische Truppen zweimal ein Gasförderobjekt der Gruppe „Naftogaz' in der Oblast Charkiw an. Infolge der Angriffe wurden die Förderstätten stillgelegt, an einem der Objekte brach ein Feuer aus, ein Mitarbeiter erlitt Verletzungen und wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf eine Erklärung des Unternehmens berichtet, trafen die Schläge die Gasförderanlagen nach einem kombinierten nächtlichen Angriff auf Kiew. Der Feind versuchte, laut „Naftogaz', der Infrastruktur maximalen Schaden zuzufügen, doch der zweite Treffer führte nicht zu neuen Opfern.

Folgen des Angriffs und aktuelle Lage

Infolge des ersten Treffers brach am Objekt ein Feuer aus. Ein Mitarbeiter des Unternehmens erlitt Verletzungen, erhielt medizinische Hilfe und wurde ins Krankenhaus gebracht. Anschließend fügten die russischen Truppen einen zweiten Treffer zu, um die Zerstörung zu verstärken.

Zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels dauert die Beschießung an. Das Personal befindet sich in Schutzräumen; eine vollständige Bewertung der Folgen ist erst nach dem Ende der Luftalarmwarnung in der Region möglich.

Zunahme der Angriffe auf die Energieinfrastruktur

Dies ist bereits nicht der erste Fall eines Angriffs auf Objekte von „Naftogaz' im Juli. Am 4. Juli griffen russische Drohnen ein Gasförderobjekt des Unternehmens in der Oblast Poltawa an. Auch dort brach ein Feuer aus und der Betrieb des Unternehmens wurde vorübergehend eingestellt.

In derselben Woche wurden auch Objekte von „Ukranafte' getroffen. Vom 2. bis 5. Juli griffen russische Truppen ein Produktionsobjekt zur Förderung in der Oblast Sumy sowie drei Tankstellenkomplexe in den Oblasten Dnipropetrowsk, Nikolajew und Charkiw an.

Die schwersten Folgen wurden in der Oblast Nikolajew registriert: Durch den Treffer einer Drohne auf eine Tankstelle kam eine Person ums Leben, zwei weitere wurden verletzt.

Verantwortung und Bedrohung für die Zivilbevölkerung

Angriffe auf die Energieinfrastruktur stellen eine direkte Bedrohung nicht nur für die Mitarbeiter der Unternehmen, sondern auch für die Zivilbevölkerung dar. Die Einstellung der Gasförderung kann sich auf die Treibstoffversorgung und den Betrieb anderer Wirtschaftszweige auswirken.

„Naftogaz' und „Ukranafte' arbeiten weiterhin unter ständiger Gefahr und gewährleisten die Energiesicherheit des Landes trotz aktiver Kampfhandlungen.