---
title: "Russischer Drohne griff Zug an der polnischen Grenze an: Spiegel lag falsch, Zug mit Johnson und EU-Beratern blieb unversehrt"
description: "An der ukrainisch-polnischen Grenze griff ein russischer Drohne einen Zug auf der Strecke Kiew – Warschau an. Der Spiegel berichtete von einem Treffer des Zuges mit Johnson und EU-Beratern, doch dies wurde widerlegt: Unter dem Angriff geriet ein anderer Zug, niemand wurde verletzt."
date: 2026-09-13T13:40:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/russischer-drohne-griff-zug-polnische-grenze-johnson-spiegel-widerlegung
tags: [ukraine, russia, drone-attack, railway, boris-johnson, european-union, poland-border, der-spiegel]
publisher: "XAB.info"
---

# Russischer Drohne griff Zug an der polnischen Grenze an: Spiegel lag falsch, Zug mit Johnson und EU-Beratern blieb unversehrt

![Eisenbahnzug mit blauen Wagen und gelbem Emblem vor Hügeln – der Konvoi, der nach dem russischen Drohnenangriff an der polnischen Grenze nicht beschädigt wurde](https://xab.info/media/2026/09/13/dron-rf-ataka-poezd-granitsa-polsya-dzhonson-spiegel-oproverzhenie/dron-rf-ataka-poezd-granitsa-polsya-dzhonson-spiegel-oproverzhenie-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Die Russische Föderation traf mit einer Drohne den Lokomotiv eines Personenzuges auf der Strecke Kiew – Warschau, zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt; niemand wurde verletzt.
- Der Spiegel berichtete, dass der Zug mit Boris Johnson und dem Berater des deutschen Bundeskanzlers Günther Sautter unter dem Angriff geriet.
- RBC-Ukraine und Carl Bildt widerlegten dies: Ihr Zug war bereits in Sicherheit, der Angriff traf einen anderen Zug auf derselben Strecke.
- Die Politiker nannten die Drohnenangriffe eine Eskalation und „blinden Terror“ an der Grenze der EU und der NATO.

Die Russische Föderation griff die Eisenbahninfrastruktur in der Nähe der ukrainisch-polnischen Grenze mit einem Drohnenangriff an: Die Drohne traf den Lokomotiv eines Personenzuges auf der Strecke Kiew – Warschau, etwa zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Trotz der Schäden wurde niemand verletzt. Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden und löste große Resonanz aus, weil auf derselben Strecke in demselben Zeitraum Züge fuhren, in denen hochrangige Amtsträger mehrerer EU-Länder, Mitglieder des deutschen Bundestags, Diplomaten und Wissenschaftler sowie der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson saßen. Alle kehrten aus Kiew zurück, wo sie an einer internationalen Konferenz teilgenommen und mit dem Team von Wolodymyr Selenskyj Friedensverhandlungen mit Russland besprochen hatten.

### Chronik des Vorfalls

Laut Angaben des Magazins Der Spiegel hielt der Nachtzug, in dem der Berater des deutschen Bundeskanzlers Günther Sautter und Boris Johnson saßen, gegen fünf Uhr morgens in der Nähe der polnischen Grenze wegen Drohnenangriffen im Grenzgebiet an. Ein Teil des Zuges wurde evakuiert: Die Zugbegleiter weckten die Fahrgäste, doch kurz nach der Alarmierung wurde Entwarnung gegeben, da keine weiteren Drohnen entdeckt wurden. Laut Angaben des Betreibers wurde der Lokomotiv des Zuges getroffen, es gab jedoch keine Opfer. Die Sicherheitsmaßnahme wurde, so die Version des Spiegel, durch einen separaten Vorfall auf derselben Eisenbahnstrecke ausgelöst.

### Wer sich im Zug befand

Der aus Kiew zurückkehrende Sonderzug fuhr Berichten zufolge den außenpolitischen und sicherheitspolitischen Berater des Kanzleramts von Friedrich Merz, Günther Sautter, Sicherheitsberater anderer europäischer Regierungen, Mitglieder des Bundestags, Diplomaten und Wissenschaftler. Unter den Fahrgäßen befand sich auch die Bundestagsabgeordnete Robin Wagner von den Grünen sowie der Co-Vorsitzende des Europäischen Rats für internationale Beziehungen Carl Bildt. Alle hatten an der Konferenz in Kiew teilgenommen und fuhren anschließend nach Polen.

### Widersprüchliche Angaben

Hier weichen die Versionen der Quellen erheblich voneinander ab. Der Spiegel berichtete, dass genau der Zug mit Günther Sautter und Boris Johnson von den Folgen des russischen Angriffs betroffen war, also dass der Schlag auf den Zug mit den europäischen Amtsträgern fiel. Doch laut Informationen der RBC-Ukraine-Korrespondenten stimmen die Angaben des Spiegel nicht mit der Realität überein: Der Zug mit Sautter und Johnson hatte den Bahnhof Dorohusk bereits passiert und war zum Zeitpunkt des Angriffs in Sicherheit. Unter dem Angriff geriet ein anderer Zug, der auf derselben Strecke etwa eine Stunde (laut Bildt – wenige Minuten) nach ihrem Zug fuhr. Diese Widerlegung bestätigte auch Carl Bildt selbst, der schrieb, dass „das nicht unser Zug war“, dass man ihn bei der Annäherung einer Drohne evakuiert habe, niemand verletzt wurde und ihr Zug nach einer Evakuierungswarnung die Fahrt nach Dorohusk fortsetzen konnte. Somit wird die Version eines direkten Treffers des Zuges mit den europäischen Amtsträgern nicht bestätigt, sondern lediglich die Tatsache eines Angriffs auf einen anderen Zug auf derselben Strecke und die allgemeine Bedrohung in der Grenzzone.

### Reaktion der Politiker

Carl Bildt, der den Vorfall kommentierte, hob die Effizienz des Sicherheitssystems hervor und betonte, dass die russischen Angriffe gegen die Ukraine verschärft würden. Die Bundestagsabgeordnete Robin Wagner äußerte nach dem Angriff ihren Schock und nannte die Drohnenangriffe „blinden Terror gegen die ukrainische Zivilbevölkerung und eine gefährliche Eskalation von Putins Krieg“. Ihren Worten zufolge werde Russland immer prinzipienloser und „spiele mit dem Feuer“ direkt an der Grenze der EU und der NATO, daher müsse diesem Terror ein Ende gesetzt werden.

### Kontext: Serie von Angriffen auf die Eisenbahninfrastruktur

Der Angriff auf den Zug an der polnischen Grenze ist kein Einzelfall. Am Vortag griffen russische Streitkräfte einen Personenzug in Lutsk an: Die Fahrgäste und Mitarbeiter wurden rechtzeitig evakuiert, daher gab es keine Opfer, obwohl infolge des Schlags ein Feuer ausbrach. Die Serie solcher Vorfälle zeigt einen gezielten Druck auf die grenznahen Eisenbahninfrastruktur und erhöht die Risiken für internationale Bewegungen in der Konfliktzone.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Johnson und EU-Berater gerieten an der Grenze unter Drohnenangriff Russlands, - Spiegel](https://www.rbc.ua/ukr/news/dzhonson-i-radniki-es-opinilisya-pid-atakoyu-1789306718.html) - Источник приводит первоначальную версию Spiegel о поражении состава с Зауттером и Джонсоном, но также содержит обновление: по данным источников РБК-Украина, их поезд был в безопасности, под ударом был другой состав; опровержение подтвердил Карл Бильдт.
- [Russischer Angriff hielt Zug mit Boris Johnson und europäischen Amtsträgern an der Grenze zu ... an](https://ukranews.com/news/1174647-rossijskaya-ataka-ostanovila-poezd-s-borisom-dzhonsonom-i-evropejskimi-chinovnikami-u-granitsy-s) - Подтверждает факт атаки дрона по поезду у границы, эвакуацию части состава, отсутствие пострадавших и присутствие европейских чиновников; согласуется с общей картиной инцидента.

## ❓ FAQ

### Q: Wurde der Zug, in dem Boris Johnson und die EU-Berater fuhren, getroffen?
**A:** Nein. Laut Angaben der RBC-Ukraine-Korrespondenten und den Worten Carl Bildts hatte ihr Zug den Bahnhof Dorohusk bereits passiert und war zum Zeitpunkt des Angriffs in Sicherheit. Unter dem Angriff geriet ein anderer Zug, der auf derselben Strecke wenige Minuten/Stunden nach ihnen fuhr.

### Q: Wer wurde infolge des Drohnenangriffs verletzt?
**A:** Laut vorliegenden Angaben wurde niemand verletzt. Der Lokomotiv des Zuges wurde beschädigt, ein Teil der Fahrgäste wurde evakuiert, aber es gab keine Opfer.

### Q: Wo ereignete sich der Vorfall?
**A:** Auf der Strecke Kiew – Warschau, in der Nähe der ukrainisch-polnischen Grenze, etwa zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt (Bereich des Bahnhofs Dorohusk).

### Q: Wer befand sich im aus Kiew zurückkehrenden Zug?
**A:** Der Berater des deutschen Bundeskanzlers Günther Sautter, der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson, Sicherheitsberater anderer europäischer Regierungen, Mitglieder des Bundestags (einschließlich Robin Wagner), Diplomaten, Wissenschaftler und Carl Bildt.