Am Nachmittag des 28. September 2026 verübten russische Truppen einen gezielten Drohnenangriff auf das historische Zentrum von Kiew. Das Gebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine (NASU) in der Wladimirskaja-Straße geriet unter Beschuss. Infolge eines direkten Treffers wurde ein Teil des historischen Bauwerks komplett zerstört, am Ort des Geschehens brach ein heftiger Brand aus, der von Einsatzkräften des Staatlichen Notdienstes gelöscht wird.
Chronik der Tragödie und Arbeit der Rettungsdienste
Der Angriff wurde mitten am Arbeitstag verübt, als sich viele Mitarbeiter in den Räumlichkeiten befanden. Nach offiziellen Angaben stand 14:40 Uhr kam eine Frau ums Leben, mindestens drei weitere Personen wurden verletzt und in Krankenhäuser eingeliefert. Augenzeugen stellen fest, dass der Angriff während der Mittagspause stattfand, was möglicherweise noch schlimmere Opferzahlen verhinderte. Laut Zeugen wurde eine raketengetriebene Drohne eingesetzt.
Ausmaß der Zerstörung und historische Bedeutung
Das getroffene Gebäude hat eine enorme historische und kulturelle Bedeutung für die Ukraine. Es wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als Mädchenpensionat erbaut, war ursprünglich zweistöckig und wurde später um ein drittes Stockwerk aufgestockt. Seit 1918 beherbergte es die Ukrainische Akademie der Wissenschaften. Darüber hinaus wurden durch Druckwelle und Trümmer ein benachbartes Gebäude des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der Ukraine beschädigt.
Widersprüchliche Daten
Während ukrainische Fachbehörden und Medien den Einschlag präzise am Hauptsitz der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine verzeichnen, verbreiteten einige externe Quellen und Telegram-Kanäle alternative Versionen, wonach das Ziel angeblich das Gebäude des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) gewesen sei. Offizielle Kiewer Behörden dementieren diese Spekulationen und bestätigen die Zerstörung ausschließlich einer zivilen wissenschaftlichen Einrichtung.
Aufgrund der massiven Zerstörungen und des Einsatzes von Rettungsgeräten sperrten die Strafverfolgungsbehörden den Verkehr in der Wladimirskaja-Straße vollständig ab. Ermittler und Entschärfer arbeiten vor Ort, um das nächste Kriegsverbrechen zu dokumentieren.