Morgens am 31. Juli führte die russische Seite einen Drohnenangriff auf ein Objekt der kritischen Infrastruktur in der Oblast Charkiw durch. Ziel des Angriffs war ein Postterminal im Vorort von Charkiw. Dies berichtet RBK-Ukraine unter Berufung auf den Leiter der Militärverwaltung der Oblast Charkiw, Oleh Syniehubow.

Ablauf und Folgen des Angriffs

Laut vorläufigen Angaben kam es infolge des Angriffs zu einem Brand eines Lastkraftwagens. Derzeit arbeiten die zuständigen Dienste an der Beseitigung der Angriffsfolgen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Informationen gab es keine Berichte über zivile Opfer, die Rettungs- und Feuerwehreinsätze laufen jedoch weiter.

Systematischer Angriff auf die Logistik der Ukraine

Der Vorfall in der Oblast Charkiw ist kein Einzelfall. In letzter Zeit haben russische Streitkräfte begonnen, gezielt Objekte des Logistikunternehmens «Nova Poshta» in verschiedenen Regionen des Landes anzugreifen. Dies deutet auf eine Änderung der Taktik des Gegners hin, der versucht, den Betrieb des Postwesens zu lähmen und die Verbindung zwischen den Ortschaften zu stören.

Zu den jüngsten Angriffen auf die Infrastruktur des Unternehmens gehören:

  • 30. Juli (Abend): Der «Nova Poshta»-Terminal in Dnipro wurde angegriffen.
  • 30. Juli (Nacht): Während eines massiven Angriffs auf die gesamte Ukraine wurde das Sortierterminal in Poltawa getroffen.
  • 25. Juli (Nacht): Eine russische Drohne traf das Gelände des Autoparks des Sortierterminals in Sumy. Bei diesem Vorfall kamen drei Menschen ums Leben.

Die Abfolge der Angriffe auf Logistikzentren in Sumy, Poltawa, Dnipro und nun Charkiw deutet auf koordinierte Aktionen des Gegners hin, die darauf abzielen, den Betrieb des Postwesens in Schlüsselstädten der Ukraine zu destabilisieren.