In der Nacht zum 28. Mai wurde der Himmel über der Ukraine erneut zur Arena eines erbitterten Kampfes. Russland unternahm einen massiven Versuch, kritische Infrastruktur zu treffen, indem es sein gesamtes verfügbares Arsenal einsetzte. Laut Zusammenfassung der ukrainischen Luftstreitkräfte wurde die aeroballistische Rakete „Kinzhal“ sowie eine beispiellose Anzahl von unbemannten Fluggeräten eingesetzt.

Massiver Angriff aus mehreren Richtungen

Die Strategie des Gegners war bis ins Detail ausgearbeitet: Der Angriff erfolgte gleichzeitig aus mehreren Richtungen, um die Luftverteidigungssysteme zu überlasten. Die Rakete „Kinzhal“ startete vom Territorium der Region Lipizk und demonstrierte die Bereitschaft Russlands, hochpräzise Waffen mit großer Reichweite einzusetzen. Parallel dazu wurden 147 Angriffsdrohnen verschiedener Modifikationen in den Himmel geschickt.

Die Ströme von Drohnen kamen aus Brjansk, Kursk, Orel sowie aus den besetzten Gebieten der Krim (Gwardijskoje und Tschauda). Der Gegner setzte sowohl bekannte iranische Shahed-Drohnen als auch russische Analoga wie „Gerbera“ und „Italmas“ sowie Strahl-Drohnen ein.

Effektivität der ukrainischen Verteidiger

Die Luftverteidigungssysteme der Ukraine arbeiteten an der Grenze ihrer Möglichkeiten. Bis 08:00 Uhr wurden 138 feindliche Drohnen abgeschossen oder neutralisiert. Dies bedeutet, dass die überwältigende Mehrheit der Bedrohung neutralisiert wurde, bevor sie ihre Ziele erreichen konnten.

Trotzdem konnten Verluste nicht vollständig vermieden werden. Es wurde ein direkter Treffer der Rakete „Kinzhal“ und neun Angriffsdrohnen an sieben Standorten registriert. An weiteren sechs Objekten fielen Trümmer abgeschossener Technik, was den Einsatz von Rettungsdiensten erforderte.

Menschliche Opfer und Kontext des Konflikts

Die Folgen der Angriffe werden auch im Hinterland spürbar. In Cherson, im Korabelny-Rajon, trafen Granaten einen Spielplatz. Die Tragödie forderte das Leben eines Mannes, einer Mutter und zweier kleiner Mädchen – drei und sechs Jahre alt. Diese Ereignisse zeigen deutlich, dass der Krieg keine Grenzen kennt und selbst die friedlichsten Ecken des Lebens betreffen kann.

Es ist wichtig zu beachten, dass solche Angriffe Teil einer allgemeinen Strategie des Drucks geworden sind. Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Korrespondenz mit Donald Trump Details einer massiven Attacke am 24. Mai beschrieben, bei der Russland zwei hyperschallfähige Systeme „Orechnik“ einsetzte, von denen eines die Region Kiew erreichte. Nun hat sich der Fokus auf den Einsatz von „Kinzhal“ und massiven Drohnenschwärmen verlagert, was auf eine Überprüfung der Taktik durch den Gegner hindeutet.