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title: "Ombudsmann: In Oleschki stecken über 6.000 Menschen fest, Russland blockiert humanitäre Evakuierung"
description: "Ombudsmann Lubinez berichtete, dass in Oleschki möglicherweise mehr als 6.000 Menschen, darunter 200 Kinder, verbleiben. Russland bestätigt seine Bereitschaft zur Evakuierung nicht, obwohl die Parteien im Mai die technischen Details der Operation abgestimmt hatten."
date: 2026-09-16T16:50:01.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/russland-blockiert-evakuierung-aus-oleschki-ombudsmann
tags: [oleshky, humanitarian-evacuation, kherson-region, ombudsman-lubinets, icrc, civilian-crisis, russia-ukraine]
publisher: "XAB.info"
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# Ombudsmann: In Oleschki stecken über 6.000 Menschen fest, Russland blockiert humanitäre Evakuierung

![Ombudsmann kommentiert die blockierte humanitäre Evakuierung in Oleschki, wo über 6.000 Menschen strandet sind](https://xab.info/media/2026/09/17/rf-bloki-evakuaciju-iz-oleshek-ombudsman/rf-bloki-evakuaciju-iz-oleshek-ombudsman-1.webp)

## 🎯 Key Points

- In Oleschki in der Region Cherson könnten mehr als 6.000 Zivilisten, darunter rund 200 Kinder, verbleiben
- Russland hat seine Bereitschaft zur Durchführung einer humanitären Evakuierung trotz der technischen Vereinbarungen im Mai nicht bestätigt
- Die ukrainische Seite hat einen Missionsalgorithmus ausgearbeitet, die Unterstützung des IKRK sichergestellt und eine Ruhezone vorbereitet
- Einwohner versuchen, die Stadt eigenständig über minenverseuchte Felder zu verlassen und riskieren dabei ihr Leben
- Das Büro des Ombudsmannes hat Informationen über 358 Personen überprüft, die dringend Hilfe benötigen

Der Menschenrechtsbeauftragte der Werchowna Rada der Ukraine, Dmytro Lubinez, erklärte, dass in der Stadt Oleschki in der Region Cherson, die sich auf vorübergehend besetztem Gebiet befindet, möglicherweise mehr als 6.000 Zivilisten, darunter rund 200 Kinder, verbleiben. Laut seinen Angaben erreichen sein Büro in den vergangenen Wochen zahlreiche Beschwerden von Einwohnern, die täglich Beschuss und Drohnenangriffen ausgesetzt sind und gleichzeitig einen akuten Mangel an Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten erleben. Der Ombudsmann betonte, dass die Stadt de facto zu einer „tödlichen Falle“ geworden ist, aus der die Menschen versuchen, sich selbst zu befreien, indem sie über minenverseuchte Felder gehen.

### Bereitschaft Kyjiws und Ablehnung Moskaus

Die ukrainische Seite habe, wie Lubinez mitteilte, bereits Verhandlungen mit Russland geführt und einen detaillierten Algorithmus für eine mögliche humanitäre Mission ausgearbeitet. Eine Liste der Zivilisten, die aus Oleschki evakuiert werden sollten, wurde abgestimmt, und die Sicherheits- und Verteidigungskräfte bereiteten sich darauf vor, während der Evakuierung eine Ruhezone zu gewährleisten. Der Ombudsmann sicherte sich zudem die Unterstützung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) zu, das seine Bereitschaft bestätigte, sich gemäß seinem Mandat an der Operation zu beteiligen. Dennoch hat Russland nach den durchgeführten Verhandlungen seine Bereitschaft zur Durchführung der Evakuierung bis heute nicht bestätigt, was aus Sicht Kyjiws de facto die Rettung tausender Menschen blockiert.

### Umfang der humanitären Krise

Derzeit sammelt und prüft das Büro des Ombudsmannes weiterhin Informationen über Menschen, die auf dem vorübergehend besetzten Gebiet der Region Cherson verbleiben. Es wurden 176 Beschwerden zur humanitären Lage registriert, und Informationen über 358 Personen, die dringend Hilfe und eine sichere Ausreise benötigen, wurden bereits überprüft. Laut Schätzung von Lubinez könnten sich in Oleschki und dem angrenzenden Gebiet mehr als 6.000 Menschen befinden. Die Zivilisten sind täglich Beschuss und Drohnenangriffen ausgesetzt, während der Zugang zu Grundbedürfnissen – Essen, Wasser, medizinischer Versorgung – äußerst eingeschränkt ist.

### Verzweifelte Versuche, sich selbst zu befreien

Besondere Sorge bereitet die Tatsache, dass ein Teil der Zivilisten bereits versucht, Oleschki eigenständig zu verlassen, indem er über minenverseuchte Felder geht, da er keinen anderen Weg aus der Stadt sieht. Dieser Weg birgt eine zusätzliche tödliche Gefahr: Die Menschen riskieren, auf Minen zu treten oder von einer Drohne getroffen zu werden. „Diese Menschen müssen gerettet werden. Denn die Stadt ist zu einer tödlichen Falle geworden“, erklärte Lubinez mit Blick auf die internationale Gemeinschaft.

### Internationaler Kontext und die Mai-Vereinbarungen

Sehrere Monate zuvor hatte der Ombudsmann internationale Organisationen, darunter die UN und den Hauptsitz des IKRK in Genf, über die Lage in Oleschki informiert und sie aufgerufen, den Zivilisten zu helfen und Massentote zu verhindern. Im Mai dieses Jahres hatten die Ukraine und Russland die technischen Details der Evakuierung von rund 6.000 Zivilisten aus Oleschki und den umliegenden Ortschaften, darunter etwa 200 Kinder, abgestimmt. Kyjiw erwartete von Moskau die Zustimmung zu einem Waffenstillstand, der für die Durchführung der Operation erforderlich war. Doch trotz der erreichten technischen Vereinbarungen kam es zu keiner echten Bewegung nach vorn. Derzeit führt das Büro des Ombudsmannes weiterhin Kommunikation mit dem IKRK, internationalen Organisationen und ukrainischen Staatsorganen und drängt Russland gleichzeitig auf die dringende Durchführung einer humanitären Evakuierung.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Russland blockiert Evakuierung aus Oleschki, in der Stadt könnten mehr als 6.000 Menschen verbleiben – Ombudsmann](https://www.rbc.ua/ukr/news/rf-blokue-evakuatsiyu-oleshok-misti-mozhut-1789577195.html) - Подтверждает ключевые цифры (6 тыс. человек, 200 детей, 176 обращений, 358 проверенных), позицию РФ об отсутствии подтверждения готовности, роль МККК и майские договорённости.
- [Oleschki sind zu einer tödlichen Falle geworden, Menschen verlassen die Stadt über Minenfelder – Russland bestätigt nicht ...](https://unn.ua/ru/news/alyoshki-stali-smertelnoi-lovushkoi-lyudi-ukhodyat-iz-goroda-cherez-minnie-polya-rf-ne-podtverzhdaet-gotovnost-k-gumanitarnoi-evakuatsii) - Подтверждает формулировку «смертельная ловушка», факт самостоятельного выхода через минные поля и отсутствие подтверждения со стороны РФ.
- [Stadt-Falle: Besetzte Oleschki blockiert, Menschen retten sich über Minenfelder ...](https://my.ua/news/cluster/2026-09-16-gorod-lovushka-okkupirovannye-oleshki-zablokirovany-liudi-spasaiutsia-cherez-minnye-polia-ombudsmen-lubinets) - Подтверждает нарратив о блокировке города и отчаянных попытках жителей покинуть его. Дата публикации 16.09.2026 согласуется с актуальной датой.
- [Die Stadt ist zu einer tödlichen Falle geworden: Russland blockiert Evakuierung aus Oleschki](https://fakty.com.ua/ru/ukraine/20260916-misto-peretvorilosya-na-smertelnu-pastku-rf-blokuye-evakuatsiyu-z-oleshok/) - Подтверждает общую картину: блокировка эвакуации со стороны РФ, гуманитарный кризис, роль омбудсмена. Дата 16.09.2026.

## ❓ FAQ

### Q: Wie viele Menschen verbleiben laut Schätzung des Ombudsmannes in Oleschki?
**A:** Laut Schätzung von Dmytro Lubinez könnten sich in Oleschki und dem angrenzenden Gebiet mehr als 6.000 Menschen befinden, darunter rund 200 Kinder.

### Q: Warum wird die Evakuierung nicht durchgeführt?
**A:** Russland hat seine Bereitschaft zur Durchführung einer humanitären Evakuierung bis heute nicht bestätigt, obwohl die Parteien im Mai die technischen Details der Operation abgestimmt und die ukrainische Seite einen Missionsalgorithmus, eine Liste der Zivilisten und eine Ruhezone vorbereitet hatte.

### Q: Wie versuchen die Einwohner, Oleschki zu verlassen?
**A:** Einige Zivilisten versuchen, sich eigenständig aus der Stadt zu befreien, indem sie über minenverseuchte Felder gehen, da sie keinen anderen Weg sehen. Dies birgt die tödliche Gefahr, auf Minen zu treten oder von einer Drohne getroffen zu werden.

### Q: Welche Rolle spielt das Internationale Komitee vom Roten Kreuz?
**A:** Das IKRK hat seine Bereitschaft bestätigt, sich gemäß seinem Mandat an der Evakuierung der Menschen zu beteiligen. Der Ombudsmann informierte zudem den Hauptsitz des IKRK in Genf und die UN über die Lage und rief auf, Massentote zu verhindern.