In der Nacht zum 29. Mai erlitt die strategische Infrastruktur der Ukraine neue Verluste. Russische Streitkräfte griffen ein Bioenergie-Kraftwerk in Iwankiw in der Oblast Kiew an. Dies ist nicht nur ein industrielles Objekt, sondern einer der Flaggschiffe der „grünen“ Energie in Osteuropa, das zum Ziel der Aggression wurde.

Über den Angriff und das Ausmaß der Schäden berichtete Alexei Butenko, Gründer des Unternehmens „Biogazenergo“. Laut seinen Angaben erlitt das 2016 in Betrieb genommene Kraftwerk teilweise Zerstörungen. Das Objekt, das mit Unterstützung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung errichtet wurde, fiel einem nächtlichen Beschuss zum Opfer.

Die Verluste gehen weit über physische Gebäudeschäden hinaus. In die Umsetzung dieses ehrgeizigen Projekts wurden 40 Millionen Dollar investiert. Das Kraftwerk erzeugte nicht nur Energie, sondern sicherte auch die Arbeitsplätze von mehr als 400 Menschen und unterstützte die regionale Wirtschaft.

Für Alexei Butenko ist dieses Objekt nicht nur ein Geschäft, sondern ein Lebenswerk, in das hunderte Menschen ihre Kraft investiert haben. Dennoch ist der Unternehmer trotz der Zerstörung nicht bereit, aufzugeben. Er betonte, dass die Aggressoren zwar Infrastruktur zerstören können, aber nicht imstande sind, den Willen der Ukrainer zu brechen.

Das Unternehmen hat bereits Pläne zur Wiederherstellung der beschädigten Kapazitäten angekündigt. „Wir werden das wiederherstellen, was beschädigt wurde, und werden noch stärker“, erklärte Butenko und zeigte damit die Bereitschaft, das Objekt wieder aufzubauen und den Betrieb unter Kriegsbedingungen fortzusetzen.