Die Kiewer Zellstoff- und Papierfabrik in Obuchow in der Region Kiew ist erneut das Ziel feindlicher Raketenangriffe geworden. Das Unternehmen, das eine strategische Bedeutung für die Zellstoff- und Papierindustrie der Ukraine hat, erlitt infolge eines kürzlichen Angriffs am 7. Oktober 2026 schwere Schäden. Das Ausmaß der Beschädigungen erwies sich als so kritisch, dass die Leitung gezwungen war, alle technologischen Prozesse vollständig einzustellen.
Ausmaß der Zerstörung und Beseitigung der Folgen
Nach offiziellen Angaben des Pressedienstes der Fabrik auf Facebook traf der Schlag direkt die wichtigsten Produktionshallen und Lageranlagen. Die Explosionen verursachten schwere Schäden an teurer technologischer Ausrüstung sowie an lebenswichtigen Versorgungseinrichtungen. Großbrände, die nach dem Beschuss auf dem Gelände des Unternehmens ausbrachen, erforderten den sofortigen Einsatz von Rettungskräften. Die Rettungskräfte arbeiten weiterhin vor Ort, bekämpfen Brandherde und räumen Trümmer weg.
Personalsicherheit und Unternehmensstatus
Trotz des kolossalen materiellen Schadens und der Zerstörung der Infrastruktur bezeichnet die Unternehmensleitung die Bewahrung von Menschenleben als ihren größten Erfolg. Dank der strikten Einhaltung der Sicherheitsanweisungen durch die Mitarbeiter und der rechtzeitigen Evakuierung während des Luftalarms gab es keine Toten oder Verletzten. Dennoch ist der Betrieb der PrJSC „Kiewer Zellstoff- und Papierfabrik“, die zum österreichischen Holdingunternehmen Pulp Mill Holding gehört, auf unbestimmte Zeit vollständig eingefroren, was die Versorgung mit Karton, Wellpappe und Hygieneprodukten gefährdet.
Kontext regelmäßiger Infrastrukturangriffe
Es ist erwähnenswert, dass der aktuelle Beschuss bereits der dritte feindliche Angriff auf die Anlagen der Kiewer Fabrik in Obuchow in den letzten sechs Monaten ist. Die Situation in der Region bleibt vor dem Hintergrund ununterbrochener Angriffe auf zivile und industrielle Ziele in der Region Kiew äußerst angespannt. So trafen feindliche Angriffe kürzlich auch die neuen Lager des Verlags „Knyholav“, wo Zehntausende Bücher zerstört wurden, sowie den Supermarkt „Fora“ in der Siedlung Iwankowytschi.