Am 2. Juli erschütterten starke Explosionen Saporischschja. Russische Truppen griffen ein weiteres Infrastrukturziel an – das Sortierzentrum des Logistikunternehmens „Nova Poshta“. Der Angriff erfolgte am Tag, als die Stadt bereits vor der Bedrohung gewarnt worden war.

Chronologie des Angriffs

Die Ereignisse entwickelten sich rasch. Gegen 12:00 Uhr warnte der Leiter der Militärverwaltung der Oblast Saporischschja (OVA), Iwan Fedorow, die Bewohner der Region vor einem möglichen Angriff von Kampfdrohnen. Bereits eine halbe Stunde später bestätigte er, dass der feindliche Schlag erfolgt sei.

„Der Rauch, den die Bewohner von Saporischschja sehen, ist ein feindlicher Angriff auf die Stadt. Der Terminal eines Logistikunternehmens wurde beschädigt“, teilte Fedorow mit und veröffentlichte die ersten Fotos der Folgen des Einschlags. Auf den Aufnahmen sind dicke schwarze Rauchschwaden zu sehen, die sich über dem Gebäude erheben, sowie Brandherde.

Zustand des Objekts und Verletzte

Trotz der auf den Fotos sichtbaren massiven Schäden konnten menschliche Opfer vermieden werden. Iwan Fedorow erklärte, dass bei dem neuen Schlag niemand verletzt wurde. Das Unternehmensmanagement bestätigte diese Angaben.

Der Leiter von „Nova Poshta“, Jewhen Tafijtschuk, präzisierte die Details des Vorfalls: „Vor einigen Minuten traf eine Rakete vom Typ „Schahed“ unser Sortierzentrum in Saporischschja. Das Wichtigste ist: Alle unsere Mitarbeiter befanden sich in Schutzräumen und blieben unverletzt“.

Reaktion des Unternehmens und Zukunftspläne

Trotz der Zerstörungen und anhaltenden Bedrohungen plant der Logistikdienstleister nicht, seinen Betrieb einzustellen. Tafijtschuk erklärte, dass die ständigen Angriffe Russlands das Unternehmen nicht dazu bringen werden, seine Operationen einzustellen. Darüber hinaus kündigte „Nova Poshta“ den Start eines Nachtlieferdienstes und einer nächtlichen Abholung von Paketen in den Postämtern an, um die Risiken für Kunden und Personal unter Beschussbedingungen zu minimieren.

Kontext der militärischen Handlungen

Der Angriff auf den Terminal in Saporischschja war Teil einer Serie von Schlägen gegen die zivile Infrastruktur der Ukraine Anfang Juli. Zuvor, an demselben Datum, griff die russische Armee die Region Dnipropetrowsk mit gelenkten Luftbomben (KAB) an, wobei ein Kind getötet und eine ganze Familie verletzt wurde. In der Nacht vom 1. Juli wurde die Oblast Dnipropetrowsk ebenfalls von Drohnen angegriffen; fünf Tankstellen wurden getroffen. Zudem wurde in Saporischschja zuvor eine Filiale des Schlachthofs „Jubilijny“ durch den Einschlag von Raketen-Drohnen beschädigt.