In Saporischschja ist eine Tragödie geschehen: Russische Besatzer haben die Eisenbahninfrastruktur und das Rollmaterial angegriffen. Der Vorfall ereignete sich mittags, als nicht nur technische Einrichtungen, sondern auch Menschen, deren Arbeit den Verkehr aufrechterhält, in der Schusslinie standen.

Laut Ukrzaliznyzja hatte der Angriff schwerwiegende Folgen. Ein Lokführer kam ums Leben, zwei weitere Eisenbahner wurden verletzt. Den Verletzten wird bereits medizinische Hilfe geleistet, doch der Preis der Aggression war zu hoch.

Auch der Sachschaden ist erheblich: Ein Elektrolokomotiv und eine Diesellokomotive wurden beschädigt, was den Fahrplan von Vorort- und Güterzügen in der Region beeinträchtigen könnte. Der Feind zerstört weiterhin gezielt zivile Infrastruktur und ignoriert dabei das Völkerrecht.

Chronik der Angriffe auf den Eisenbahnverkehr

Dies ist nicht der erste Angriff auf Züge in der Ukraine. Anfang März traf ein Drohne einen Wagen eines Vorortzuges im Rajon Krywyj Rih der Oblast Dnipropetrowsk während der Fahrt – dabei starb eine Person, zehn weitere wurden verletzt. Am 13. April griff der Feind in der Oblast Dnipropetrowsk in der Nähe einer Güterzuglokomotive an; dank rechtzeitiger Evakuierung blieb es ohne Opfer.

In der Nacht zum 30. Mai zerstörten Russen mit mehreren Dutzend „Schahed“-Drohnen das Bahnhofsgebäude in Schostka, Oblast Sumy; auch die Bahnhofsanlagen wurden beschädigt. Es gab keine Opfer unter den Passagieren oder Mitarbeitern. Doch jeder neue Angriff erinnert daran, wie verwundbar zivile Objekte im Krieg sind.