Die Nacht zum 24. Juni stellte erneut eine schwere Prüfung für das ukrainische Luftabwehrsystem dar. Russische Streitkräfte führten einen großangelegten Angriff mit 101 Kampfdrohnen durch. Trotz der beträchtlichen Anzahl an angreifenden Zielen gelang es den ukrainischen Verteidigern, die überwiegende Mehrheit der feindlichen Maschinen abzuschießen, dennoch wurden Treffer registriert.

Umfang und Angriffsvektoren

Laut Informationen von RBK-Ukraine unter Berufung auf die Luftstreitkräfte der Ukrainischen Streitkräfte war das Arsenal des Gegners vielfältig. Beim Angriff waren nicht nur klassische Selbstmorddrohnen vom Typ Shahed beteiligt, sondern auch modernere Düsenmodelle sowie Drohnen der Typen „Herbera“ und „Italmas“. Zudem wurden Drohnen vom Typ „Parodia“ eingesetzt, um die Luftabwehrsysteme zu verwirren.

Der Angriff erfolgte gleichzeitig über mehrere strategische Richtungen und umfasste den Norden, Süden und Osten des Landes. Die Hauptangriffsvektoren verliefen durch Grenzregionen:

  • Orel, Kursk, Primorsko-Achtarsk (Russland);
  • TOT – Donezk;
  • Guardijskoje – TOT Autonome Republik Krim.

Effektivität der Luftabwehr

Die Abwehr des Luftangriffs war das Ergebnis koordinierter Aktionen verschiedener Waffengattungen. Die Luftwaffe stieg in die Luft, Flugabwehrraketensysteme waren im Einsatz, und Einheiten der elektronischen Kampfführung (EK) sowie mobile Feuergruppen versuchten, Ziele in verschiedenen Flugphasen abzufangen.

Nach vorläufigen Daten, die um 08:30 Uhr gültig waren, schlug die ukrainische Luftabwehr 95 feindliche Drohnen ab oder neutralisierte sie. Das bedeutet, dass die Abschussrate mehr als 90 % der insgesamt gestarteten Drohnen betrug.

Folgen des Angriffs

Trotz der hohen Effektivität der Verteidigung konnten Verluste nicht vollständig vermieden werden. Es wurden 6 direkte Treffer von Kampfdrohnen an 5 verschiedenen Orten registriert. Darüber hinaus fielen Trümmerteile abgeschossener Drohnen auf weitere 6 Gebiete. Die Luftstreitkräfte warnten, dass der Angriff andauert und sich noch feindliche Ziele im Luftraum befinden, und riefen die Bevölkerung auf, Sicherheitsvorschriften einzuhalten.

Kontext der Eskalation

Dieser Angriff war die Fortsetzung einer Serie intensiver Attacken. Bereits zwei Tage zuvor, in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni, griff Russland die Ukraine mit 135 Kampfdrohnen an. Auch damals gelang es der Luftabwehr, die meisten Ziele abzuschießen, doch 13 Drohnen erreichten ihre Ziele. Insbesondere bei jenem Angriff litten Bewohner der Oblast Saporischschja: Ein Privathaus, eine Autowerkstatt und eine Tankstelle wurden beschädigt.