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title: "Benzinpanik: Belarus lenkt Treibstoff für Zentralasien nach Russland um, doch die Knappheit bleibt bestehen"
description: "Russland hat einen historischen Rekord beim Benzinimport aus Belarus aufgestellt, indem es Treibstoff umgelenkt hat, der für Zentralasien bestimmt war. Trotz der rekordverdächtigen 141.000 Tonnen im Juni warnen Experten: Dies wird den durch die Stilllegung von Raffinerien verursachten Mangel nicht decken. 🛢️📉"
date: 2026-07-05T10:22:00.000Z
lang: de
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publisher: "XAB.info"
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# Benzinpanik: Belarus lenkt Treibstoff für Zentralasien nach Russland um, doch die Knappheit bleibt bestehen

![Warteschlange von Autos an einer Rosneft-Tankstelle in Belarus, die den Kraftstoffmangel und Benzin-Fieber veranschaulicht](https://xab.info/media/2026/07/05/rossiya-beret-benzin-u-belarusi-defitsit-ne-ischezhaet/rossiya-beret-benzin-u-belarusi-defitsit-ne-ischezhaet-1.webp)

Der russische Kraftstoffmarkt befindet sich an einem kritischen Punkt. Um den akuten Benzinmangel, der durch die Stilllegung großer Raffinerien verursacht wurde, auszugleichen, hat Russland einen massiven Import von Kraftstoff aus Belarus aufgenommen. Trotz rekordhoher Liefermengen bleibt die Situation an den Tankstellen angespannt, und die Preise erreichen weiterhin historische Höchststände.

### Historisches Importmaximum

Laut Daten der Zeitung „Wedomosti', die von RBC-Ukraine bestätigt wurden, gab es im Juni 2025 einen starken Anstieg der Benzinimporte aus der Nachbarrepublik. In den ersten 25 Tagen des Monats wurden 141.000 Tonnen Kraftstoff nach Russland importiert. Dies ist ein absoluter historischer Rekord für die bilateralen Lieferungen.

Um das Ausmaß der Veränderungen zu verstehen, genügt ein Vergleich der Zahlen: Das Lieferaufkommen im Juni übertraf die Werte des gesamten Monats Mai um das 2,4-fache. Noch deutlicher ist der Kontrast zum Vorjahr – im Juni 2024 importierte Russland aus Belarus lediglich 1.000 Tonnen Benzin.

### Umlenkung der Ströme

Woher stammen diese Kraftstoffmengen? Laut dem Zentrum für Preisindizes (ZPI) hat Belarus Benzin auf den russischen Markt umgelenkt, der ursprünglich für den Export in die Länder Zentralasiens bestimmt war. Diese Entscheidung war eine Reaktion auf die kritische Lage in Russland, wo Angriffe auf die Infrastruktur der Raffinerien zu Produktionsausfällen und einem starken Rückgang der internen Vorräte führten.

Ende Juni wurden Lieferengpässe oder Verkaufsbeschränkungen für Kraftstoff in etwa 90 % der russischen Regionen registriert. Als Reaktion auf den wachsenden Andrang und die Knappheit wandten sich Behörden und Unternehmen an die belarussischen Reserven.

### Experten: Der Mangel wird nicht vollständig gedeckt

Marktspezialisten sind in ihren Prognosen zurückhaltend. Der zusätzliche Import kann die Lage zwar etwas erleichtern, wird aber die Lücke in den Lieferungen nicht vollständig schließen können. Der Energieexperte Kirill Rodionov stellt fest, dass das monatliche Exportpotenzial Belarus' etwa 150.000 bis 170.000 Tonnen beträgt (oder 1,8 bis 2 Millionen Tonnen pro Jahr).

Damit haben die Juni-Lieferungen von 141.000 Tonnen bereits fast die physische Grenze der Exportmöglichkeiten Belarus' erreicht. Das bedeutet, dass Russland die Reserve, die es kurzfristig vom Nachbarn erhalten konnte, bereits ausgeschöpft hat.

### Anerkennung der Probleme auf höchster Ebene

Die Situation mit dem Kraftstoff hat ein Niveau erreicht, über das der russische Präsident Wladimir Putin sprechen musste. Der Staatsoberhaupt gab die Probleme bei der Kraftstoffversorgung zu, versuchte jedoch die Bevölkerung zu beruhigen, indem er erklärte, sie seien „nicht kritisch'. Dennoch sprechen die Statistiken zu den stillgelegten Werken und die Rekordpreise an den Tankstellen das Gegenteil aus.