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title: "Winter-Eskalation: Russland plant Massenangriffe auf die Infrastruktur und eine neue Mobilisierungswelle"
description: "Analysten prognostizieren eine groß angelegte Winterkampagne Russlands gegen die Ukraine: Die Angriffe werden sich auf Eisenbahn- und Wasserinfrastruktur ausweiten. Vor dem Hintergrund einer Wirtschaftskrise und eines Haushaltsdefizits erhöht der Kreml den Druck auf Studierende, um Rekruten zu gewinnen. Die Ukraine führt bereits Schutzmaßnahmen für die kritische Infrastruktur ein. 🇷🇺🇺🇦❄️"
date: 2026-06-11T13:38:00.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Winter-Eskalation: Russland plant Massenangriffe auf die Infrastruktur und eine neue Mobilisierungswelle

![Wladimir Putin am Schreibtisch in einem Büro mit der russischen Flagge im Hintergrund, diskutiert Winter-Eskalation und neue militärische Maßnahmen](https://xab.info/media/2026/06/11/rossiya-gotovit-zimnee-nastuplenie-i-udary-po-infrastrukture-ukrainy/rossiya-gotovit-zimnee-nastuplenie-i-udary-po-infrastrukture-ukrainy-1.webp)

Analysten und Militärexperten warnen vor einer bevorstehenden Eskalation des Konflikts. Prognosen zufolge wird die russische Armee im kommenden Winter die geografische Reichweite und das Spektrum der Ziele für massierte Raketenangriffe auf die Ukraine erheblich ausweiten. Während zuvor der Energiesektor das Hauptziel war, geraten nun Eisenbahnstrecken und die Wasserinfrastruktur ins Visier.

Informationen über die Änderung der Taktik des Kremls wurden in einem Artikel der New York Post veröffentlicht, auf den sich RBC-Ukraine bezieht. Experten verbinden die vorbereitete Kampagne mit den Misserfolgen der russischen Armee beim Frühlingsangriff, als Moskau zum ersten Mal in drei Jahren mehr Territorium verlor, als es erobern konnte.

### Ziel: Humanitäre Krise

Maria Snegova, leitende Wissenschaftlerin des Zentrums für strategische und internationale Studien (CSIS), behauptet, dass die Strategie Moskaus darauf abzielt, die Kälte abzuwarten, um die Angriffe wieder aufzunehmen. Ihrer Meinung nach ist das Ziel des Kremls, eine humanitäre Krise zu schaffen und maximalen Druck auf die ukrainische Gesellschaft auszuüben, um Zugeständnisse in der Frage des Donbass zu erzwingen.

„Putin wird wieder auf den Winter warten, um groß angelegte Angriffe wiederaufzunehmen', so Snegova. Die Expertin prognostiziert, dass die Intensität der Angriffe die Werte des letzten Winters übertreffen wird, als Russland täglich eine Rekordzahl an Drohnen und Raketen auf die kritische Infrastruktur abfeuerte.

Katerina Stepanenko vom Institut für Kriegsstudien (ISW) bestätigt, dass die Liste der Ziele erweitert wird. Neben dem Energiesektor werden die Angriffe auf Verkehrsadern und Gewässer gerichtet sein, was die Situation mit der Wärme- und Wasserversorgung in den Regionen verschlimmern wird.

### Wirtschaftliche Sackgasse und Erschöpfung der Reserven

Die Entscheidung für eine harte Winterkampagne vor dem Hintergrund des gescheiterten Angriffs wird nicht nur von militärischen, sondern auch von wirtschaftlichen Faktoren diktiert. Laut russischem Finanzministerium ist das Defizit des Bundeshaushalts in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 auf 81,4 Milliarden Dollar gestiegen – das ist doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Situation wird durch den Rückgang der Einnahmen aus dem Export von Kohlenwasserstoffen verschärft: Die Einnahmen aus Öl und Gas sanken um fast 30 %, während die Staatsausgaben um 17 % stiegen. Die Goldreserven Russlands schrumpften im April um 5,7 Tonnen – der stärkste Rückgang seit einem Vierteljahrhundert.

„Die Goldreserven Russlands sind erschöpft, auf dem Arbeitsmarkt herrscht Mangel, und die Wirtschaft hat einen schweren Schlag erlitten', fasst Katerina Stepanenko zusammen.

### Probleme beim Rekrutement und Druck auf Studierende

Ein kritischer Faktor bleibt der Mangel an Personal. Die Rekrutierungsraten für Vertragssoldaten in Russland sind im Mai auf etwa 30.000 Personen pro Monat gesunken, was weniger ist als die Verluste der Armee im selben Zeitraum. Infolgedessen hat der Kreml begonnen, gezielt an Universitätsstudenten zu appellieren.

Laut dem australischen Sender ABC bieten Rektoren von Bildungseinrichtungen die Befreiung von Studiengebühren und das Streichen schlechter Noten für diejenigen an, die einen Vertrag unterschreiben. Im April wurde für Universitäten eine Quote von 2 % für die Rekrutierung männlicher Studenten festgelegt. In einem der geleakten Aufnahmen nannte die Direktorin einer Verkehrshochschule in Sibirien 18-jährige Studenten „Feiglinge', weil sie sich weigerten, in den Krieg zu ziehen, und fragte: „Wer wird uns beschützen?'.

Um Freiwillige zu gewinnen, bietet Russland bereits Zahlungen von rund 140.000 Dollar für die Unterzeichnung eines Vertrags an, was die wirtschaftlichen Probleme des Landes nur verschärft.

### Ukraine rüstet sich für die Angriffe

Die ukrainischen Behörden bereiten sich rechtzeitig auf den Winter vor. Der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat (SNBO) hat Pläne für die Widerstandsfähigkeit der Regionen für den Herbst-Winter-Zeitraum 2026/2027 genehmigt. Auf den meisten Umspannwerken wurden bereits Beton-Sarkophage installiert – einige von ihnen haben mehr als 20 Treffer von „Schahed'-Drohnen überstanden.

Experten warnen auch davor, dass der Kreml die Blockierung von Telegram und die Internetbeschränkungen in Russland nutzen könnte, um unter dem Deckmantel von Ausfällen unpopuläre Entscheidungen ohne Massenproteste durchzusetzen. Zu den möglichen Schritten gehören die Verringerung der Entschädigungen für Rekruten und Veteranen sowie die Verstaatlichung von Vermögenswerten der Elite, um Geld für den Krieg zu sammeln.