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title: "„Wunderwaffe“ flog nicht: Russland sagt geplanten Start der Hyperschallrakete „Awangard“ ab"
description: "Russland hat den für den 3.–5. September 2026 geplanten Start der Rakete UR-100N UTTKh mit dem Block „Awangard“ vom Testgelände Dombrowski nicht durchgeführt. Ein SIPRI-Experte ist der Ansicht, dass der Test abgesagt und nicht gescheitert ist; Moskau legt die Ursache nicht offen."
date: 2026-09-11T16:08:01.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/russland-sagt-start-der-hyperschallrakete-awangard-ab
tags: [avangard-missile, hypersonic-weapons, russia, russian-space-forces, missile-test, sipri]
publisher: "XAB.info"
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# „Wunderwaffe“ flog nicht: Russland sagt geplanten Start der Hyperschallrakete „Awangard“ ab

![Hyperschallrakete Awangard auf ihrer Startrampe nach Absage des geplanten Teststarts](https://xab.info/media/2026/09/11/rossiya-otmenila-zapusk-giperzvu-j-rakety-avangard/rossiya-otmenila-zapusk-giperzvu-j-rakety-avangard-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Der für den 3.–5. September 2026 geplante Start der UR-100N UTTKh mit dem Block „Awangard“ vom Testgelände Dombrowski fand nicht statt.
- Der SIPRI-Experte Pawel Podwigs ist der Ansicht, dass der Test abgesagt und nicht gescheitert ist, da die NOTAM-Meldung nicht zurückgezogen wurde; die Ursache der Absage wird nicht offengelegt.
- Laut SIPRI verfügte Russland zu Beginn des Jahres 2026 über 12 „Awangard“-Raketen mit einer Reichweite von etwa 10.000 km; der letzte erfolgreiche Start erfolgte im Dezember 2018.

Russland hat den für den 3.–5. September 2026 geplanten Teststart der interkontinentalen ballistischen Rakete UR-100N UTTKh mit dem geplanten Hyperschallblock „Awangard“ offenbar nicht durchgeführt. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Verweis auf The Moscow Times und die Einschätzung von Pawel Podwigs, Senior Researcher am Institut der Vereinten Nationen für Abrüstungsfragen (SIPRI). Laut dem Experten hätte die Regierung bei einem erfolgreichen Start eine öffentliche Erklärung veröffentlicht; da dies nicht geschah, deutet dies auf eine Absage des Tests hin, nicht auf ein Scheitern.

### Was geplant war: Daten, Testgelände und Sperrzonen

Der Test sollte laut offenen Quellen auf dem Testgelände „Dombrowski“ in der Oblast Orenburg stattfinden, wo die einzige mit „Awangard“ ausgerüstete Division der Raketentruppen stationiert ist. Als Haupttermin wurde der 3. September genannt, als Reservetermin der 4. September. Für diese Tage veröffentlichte Russland eine NOTAM-Meldung für Piloten, die gefährliche Zonen für Flüge sperrte; im Bereich Dombrowski umfasste sie genau die Schachtraumzone mit den „Awangard“-Raketen. Der Experte merkt an, dass offenbar ein Start von Dombrowski auf das Testgelände Kura geplant war, der Test jedoch aus irgendeinem Grund abgesagt wurde; einen neuen Versuch gelte es seiner Einschätzung nach in Kürze zu erwarten.

### Warum Experten von einer Absage und nicht von einem Scheitern sprechen

Das zentrale Argument für die Version einer Absage statt eines missglückten Starts ist das Verhalten der NOTAM-Meldung. Nach der Logik Podwigs hätten die Behörden bei einem gescheiterten Start die Sperrzonen für die Luftfahrt sofort aufgehoben; dies geschah jedoch nicht. Daraus lässt sich schließen, dass der Test bewusst vom Zeitplan genommen wurde. Die genaue Ursache der Absage wird in offenen Quellen nicht offengelegt, und die Tatsache der Absage wird nur indirekt bestätigt – durch das Fehlen einer öffentlichen Erfolgserklärung und durch die Dynamik der luftfahrtrechtlichen Einschränkungen.

### Geschichte des „Awangard“ und Aussagen des Kremls

Wladimir Putin hatte bereits 2018 den Start der Hyperschallrakete „Awangard“ in Aussicht gestellt und sie in die Liste von sechs sogenannten „Wunderwaffen“ aufgenommen. Der letzte erfolgreiche Start des „Awangard“ erfolgte im Dezember 2018; damals behauptete Putin, die Rakete habe „überhaupt keine Entsprechung in der Welt“ und sei daher für Raketenabwehrsysteme unangreifbar. Der ehemalige Chef des „Roskosmos“, Juri Borissow, erklärte, der „Awangard“ werde auf 27 Mach beschleunigt, was die erste kosmische Geschwindigkeit (23,2 Mach) übersteige – das Objekt verlasse bei Überschreitung dieser Schwelle also gewissermaßen den offenen Weltraum. Laut SIPRI verfügte Russland zu Beginn des Jahres 2026 über 12 „Awangard“-Raketen mit einer Reichweite von etwa 10.000 Kilometern und je einer Sprengkopf; die Experten des Instituts halten die Rakete für tatsächlich existent und im Dienst.

### Widersprüchliche Daten

Hier gibt es mehrere Unstimmigkeiten, die offen dargelegt werden sollten. Erstens wird die offizielle russische Linie (einschließlich Veröffentlichungen des Verteidigungsministeriums mit Aufnahmen der Beladung des „Awangard“ in den Schacht) als Bestätigung der Funktionsfähigkeit und Serienmäßigkeit des Systems präsentiert, während unabhängige Analysen zeigen, dass der für September 2026 geplante Start nicht stattfand und dessen Ursache nicht offengelegt wird. Zweitens basieren die angegebenen Leistungsdaten (27 Mach, „Unangreifbarkeit“ gegenüber der Raketenabwehr) auf Aussagen russischer Beamter und sind durch unabhängige Messungen nicht bestätigt; dabei stellt die physikalische Logik (Überschreitung der ersten kosmischen Geschwindigkeit) die Stabilität der angegebenen Flugbahn bereits an sich in Frage. Drittens unterscheiden sich die Version „Absage“ und die Version „missglückter Start“ in der Interpretation der NOTAM: Der SIPRI-Experte neigt zur Absage, ein endgültiges öffentliches Bestätigung aus Moskau liegt jedoch nicht vor.

### Kontext und Perspektiven

Die Absage des „Awangard“-Tests erfolgt vor dem Hintergrund anderer Moskauer Aussagen über „Wunderwaffen“: Zuvor wurde über das Erprobung der Marschflugrakete „Burewiestnik“ mit Nuklearantrieb sowie über den Einsatz neuer 9M729-„Nowator“-Raketen berichtet, die laut RBC-Ukraine mehr als 20 Mal gestartet wurden. Die September-Absage des „Awangard“-Starts ist daher kein Einzelfehler, sondern Teil eines größeren Bildes, in dem öffentliche Aussagen über das Hyperschallpotenzial häufig die bestätigten Tests vorauslaufen. Für Beobachter bleibt die Dynamik der NOTAM und mögliche neue Sperrzonen das entscheidende Signal, die den Zeitpunkt des nächsten Versuchs anzeigen werden.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [„Wunderwaffe“ flog nicht: Russland sagt Start der Hyperschallrakete „Awangard“ ab](https://www.rbc.ua/ukr/news/divo-zbroya-poletila-rosiya-skasuvala-zapusk-1789142117.html) - Первичный источник новости: даты 3–5.09, полигон Домбровский, NOTAM, оценка П. Подвига (SIPRI) об отмене, данные SIPRI (12 ракет, 10 тыс. км), последний пуск 12.2018, 27 махов по словам Б. Борисова.
- [Erreicht Washington in 5 Minuten: Warum die russische Hyperschallrakete „Awangard“ die Menschen verrückt macht …](https://www.kp.ru/daily/2171202.5/4313139/) - Популяризаторский материал с громкими характеристиками; не является независимым подтверждением факта отмены пуска, использован лишь для контекста заявленных характеристик.
- [Verteidigungsministerium zeigt Aufnahmen der Beladung der Hyperschallrakete „Awangard“ in den Schacht](https://tass.ru/armiya-i-opk/16369571) - Используется как контекст официальной российской линии о работоспособности системы; не подтверждает факт сентябрьского пуска.
- [USA machen Jagd auf die Hyperschallrakete „Awangard“](https://svpressa.ru/war21/article/277096/) - Подтверждено по источнику svpressa.ru

## ❓ FAQ

### Q: Wann und wo sollte der Start des „Awangard“ stattfinden?
**A:** Laut offenen Daten war der Test der UR-100N UTTKh mit dem Block „Awangard“ für den 3.–5. September 2026 auf dem Testgelände „Dombrowski“ in der Oblast Orenburg geplant, mit dem 3. September als Haupttermin und dem 4. September als Reservetermin.

### Q: Fand der Start statt?
**A:** Nein, der Start fand nicht statt: Es gab keine öffentliche Erfolgserklärung, und nach Einschätzung des SIPRI-Experten deutet dies auf eine Absage des Tests hin.

### Q: Warum halten Experten den Start für abgesagt und nicht für gescheitert?
**A:** Weil die NOTAM-Meldung, die die Gefahrenzonen sperrte, nicht zurückgezogen wurde. Bei einem missglückten Start hätte die Sperrung nach Logik des Experten sofort aufgehoben werden müssen.

### Q: Wie viele „Awangard“-Raketen hat Russland und wie groß ist ihre Reichweite?
**A:** Laut SIPRI verfügte Russland zu Beginn des Jahres 2026 über 12 Raketen mit einer Reichweite von etwa 10.000 Kilometern und je einem Sprengkopf.

### Q: Was ist die Ursache der Absage?
**A:** Die Ursache wird in offenen Quellen nicht offengelegt; der Experte merkt lediglich an, dass ein neuer Versuch in Kürze zu erwarten sei.