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title: "Neue Kriegstaktik: Wie Russland die Angriffe auf Odessa verändert und welche Drohnen nun die Häfen bedrohen"
description: "Jurij Ignat enthüllte Details zur neuen Taktik Russlands zur Zerstörung der ukrainischen maritimen Logistik. Russland intensiviert die Angriffe auf Odessa und setzt Raketen Ch-22 sowie neue hybride Drohnen «Banderol» ein, die mit der Geschwindigkeit von Kreuzfahrtraketen fliegen. Die Folgen der Angriffe sind bereits spürbar: Zerstörung der Infrastruktur und Opfer unter der Zivilbevölkerung. 🚀🇺🇦"
date: 2026-07-20T16:20:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/russland-setzt-neue-drohnen-und-raketen-ein-um-odesas-logistik-zu-zielen
tags: [yuriy-ignat, odesa, banderol-drone, ukraine-air-force, russian-missiles]
publisher: "XAB.info"
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# Neue Kriegstaktik: Wie Russland die Angriffe auf Odessa verändert und welche Drohnen nun die Häfen bedrohen

![Ukrainischer Armee-General auf Pressekonferenz diskutiert neue Taktiken russischer Angriffe auf Odessa und Drohnenbedrohungen für Häfen](https://xab.info/media/2026/07/20/rf-uses-new-drones-and-missiles-to-target-odesa-logistics/rf-uses-new-drones-and-missiles-to-target-odesa-logistics-1.webp)

Das Gebiet Odessa ist zum Haupttestgelände für die neue Taktik russischer Angriffe geworden. Jurij Ignat, Leiter des Kommunikationsbüros der Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine, enthüllte im Rahmen der Sendung «Утро.LIVE» Details zur Eskalation im Süden der Ukraine. Russland erhöht nicht nur die Anzahl der Angriffe, sondern verändert auch sein Arsenal, um gezielt die maritime Logistik des Landes zu lähmen.

### Warum Odessa im Fokus steht

Laut Ignat liegt der Grund für die Konzentration der Bemühungen des Gegners auf dieser Region in ihrer einzigartigen Geografie und wirtschaftlichen Bedeutung. Das Gebiet verfügt über eine lange Meeresküste, grenzt an Rumänien und Moldau und ist ein Knotenpunkt, durch den ein kritisch wichtiger Teil der ukrainischen maritimen Logistik fließt.

«Die Besonderheit der Lage Odessas ist die lange Meeresküste, an der sich zahlreiche Infrastrukturobjekte befinden. Dort befinden sich auch erhebliche wirtschaftliche Kapazitäten der Ukraine», betonte der Sprecher der Luftwaffe.

Deshalb haben die russischen Truppen kombinierte Angriffe intensiviert. Die Angriffe werden nun synchron unter Einsatz von Luftfahrt und Raketen durchgeführt, die vom vorübergehend besetzten Krim abgefeuert werden. Das Ziel ist es, der Hafeninfrastruktur, zivilen Schiffen und Schifffahrtsobjekten maximalen Schaden zuzufügen.

### Das Arsenal des Aggressors: von «Oniks» bis zu neuen Hybriden

Um diese Strategie umzusetzen, setzt Russland eine breite Palette an Präzisionswaffen ein. Zu den eingesetzten Munitionstypen gehören:

- Gelenkte Luft-Raketen Ch-59;

- Radarbekämpfungsraketen Ch-31P;

- Kreuzfahrtraketen «Oniks» und Ch-22;

- Angriffsdrohnen Shahed.

Allerdings wurde laut Ignat die aktive Einführung der Drohnen «Gerbera» und der Gleitbomben «Banderol» in die Kampfreihen als die bemerkenswerteste Veränderung identifiziert.

«Das ist keine neue Waffe. Sie wurde einfach früher weniger eingesetzt, weshalb sie weniger auffällig war. Die Häufigkeit der Angriffe ist derzeit recht hoch, insbesondere in den südlichen Gebieten der Ukraine», erklärte der Experte.

### «Banderol»: Eine Herausforderung für die Flugabwehr

Besondere Schwierigkeiten für die ukrainischen Flugabwehreinheiten bereiten die Gleitbomben «Banderol». Ignat beschreibt sie als einen Hybrid aus Drohne und Rakete. Diese Geräte fliegen mit einer Geschwindigkeit von etwa 600 km/h, und ihre Flugbahn ist praktisch identisch mit der von Kreuzfahrtraketen. Daher müssen für ihren Abschlag dieselben kostspieligen Flugabwehrsysteme eingesetzt werden wie zum Schutz vor Raketen.

Häufig werden solche Munitionstypen von russischen Trägerdrohnen «Orion» abgefeuert, die über dem Schwarzen Meer operieren. Von dieser Position aus führen die Besatzer regelmäßig Angriffe auf die Gebiete Odessa und Nikolajiw durch, obwohl Träger der «Banderol» auch andere Fluggeräte sein können.

### Folgen der Eskalation

Die Ergebnisse der Aktivierung des Feindes sind für die Bevölkerung bereits spürbar geworden. Eine Erinnerung daran ist der Angriff am 20. Juli, als Odessa mitten am Tag einem Schlag ausgesetzt war. Infolge des Angriffs auf Infrastrukturobjekte kam es in einigen Stadtteilen zu Stromausfällen.

Laut Angaben des Staatlichen Dienstes für Notfälle (GSCHS) kamen bei diesem Vorfall drei Menschen ums Leben, sechs weitere wurden verletzt. Zudem wurde bei dem Schlag eine Gasleitung beschädigt, was zusätzliche Risiken für die Lebensversorgung der Region schafft.