Die Nacht vom 1. auf den 2. Juni wurde in der Ukraine von einem neuen großangelegten Angriff Russlands geprägt. Wie militärische Quellen berichten, hat der Gegner einen kombinierten Schlag initiiert, bei dem Marschflugkörper und Drohnen eingesetzt wurden.

Raketenstarts aus dem Kaspischen Meer

Die ersten alarmierenden Signale trafen um 00:02 Uhr ein. Die Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte (AFU) warnten in ihrem Telegram-Kanal vor Starts von Marschflugkörpern vom Typ „Kalibr“. Nach Angaben der Militärs erfolgte der Start der Raketen aus dem Gebiet des Kaspischen Meeres.

„Achtung! Es wurden Starts von Marschflugkörpern vom Typ „Kalibr“ aus dem Kaspischen Meer registriert! Der voraussichtliche Eintritt in den ukrainischen Luftraum erfolgt gegen zwei Uhr nachts. Folgen Sie unseren Meldungen und ignorieren Sie keine Luftalarme“, so die offizielle Mitteilung des Kommandos.

Überwachungskanäle, die die Bewegung von Luftzielen verfolgen, melden den Start von etwa 16 „Kalibr“-Raketen. Diese Zahl ist jedoch noch nicht offiziell bestätigt und hat vorläufigen Charakter.

Massiver Einsatz von Drohnen

Parallel zum Raketenangriff setzt der Gegner intensiv unbemannte Fluggeräte ein. In vielen Gebieten der Ukraine wurde das Auftreten ganzer Drohnengruppen registriert. Bis 00:20 Uhr umfasste die Karte der Luftalarme einen erheblichen Teil des Landes und forderte die Bevölkerung auf, die Sicherheitsvorschriften strikt einzuhalten.

Warnungen und Kontext

Die Eskalation der Spannungen war vorhersehbar. Noch am Abend des 1. Juni hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Bürger vor einem möglichen neuen massiven Schlag gewarnt. Der Staatschef erklärte, dass Russland eine großangelegte Operation vorbereitet, und forderte dazu auf, Vorsichtsmaßnahmen nicht zu vernachlässigen.

Der letzte Angriff in diesem Ausmaß fand am 24. Mai statt. Damals setzte der Gegner eine beispiellose Anzahl von Luftzielen ein – 690 Einheiten. Zum Arsenal des Aggressors gehörten ballistische Raketen („Zirkon“, „Kinzhal“, „Iskander-M“, „Iskander-K“), Marschflugkörper Kh-101 und „Kalibr“ sowie 600 Drohnen. Der Hauptangriff richtete sich gegen die ukrainische Hauptstadt Kiew.