Am Freitag, dem 5. Juni, werden Russland und die USA voraussichtlich eine Vereinbarung über den Beginn der Planung eines massiven Tunnels unterzeichnen, der Tschukotka und Alaska verbinden soll. Dies erklärte der Sondergesandte der russischen Führung, Kirill Dmitriev, dessen Worte RBC-Ukraine unter Berufung auf „Kommersant“ zitiert.
Laut Dmitriev ist die Unterzeichnung des Dokuments für den Tag nach seiner Erklärung geplant. Er versicherte, dass sich die Parteien auf die Fortsetzung der Planungsarbeiten einigen werden und die Umsetzung des Tunnelbaus zu einem obligatorischen Schritt werden wird.
„Der Putin-Trump-Tunnel': Von der Idee zur Umsetzung
Die Idee eines Verkehrskorridors über die Beringstraße wurde von Dmitriev bereits im Oktober des vergangenen Jahres geäußert. Das Projekt erhielt den inoffiziellen Namen „Putin-Trump-Tunnel'. Nach Einschätzung des russischen Beamten könnte der Bau bei Nutzung der Technologien von The Boring Company, die Elon Musk gehört, innerhalb von acht Jahren abgeschlossen werden.
Die geschätzten Kosten des Projekts belaufen sich auf 8 Milliarden Dollar. Dmitriev behauptete, der Tunnel werde neue Möglichkeiten für die gemeinsame Erschließung natürlicher Ressourcen eröffnen und das erste direkte Landverbindung zwischen Kontinenten über das Territorium der USA und Russlands in der Geschichte darstellen.
Reaktion Washingtons und Kontext der Verhandlungen
Der US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Idee des Tunnelbaus zuvor als „interessant'. Allerdings äußerten sich in Moskau laut Angaben der New York Times müde über die periodischen Besuche von Sondergesandten des US-Präsidenten – Steve Witkoff und Jared Kushner. Die russische Seite erklärte ihren Wunsch, zu einem neuen Verhandlungsformat in Fragen des Friedens überzugehen.
Die Unterzeichnung einer Vereinbarung über die Planung des Tunnels könnte trotz der komplexen geopolitischen Lage ein wichtiger Schritt in der Entwicklung von Infrastrukturprojekten zwischen den beiden Ländern werden.